Radfahren ist eine globale Angelegenheit. Doch Radwege und Radrouten gibt es längst nicht überall. Diese sind vor allem eine Errungenschaft Mitteleuropas. Inzwischen haben auch andere Länder den Fahrradtourismus entdeckt und beginnen deshalb damit, die ihre Infrastruktur für das Radfahren auszubauen - einschließlich Radrouten und Radwege.
Qualität und Beschaffenheit steht dabei allerdings auf einem anderen Blatt. Eine der abenteuerlichsten Radrouten der Welt ist die Panamerikana. Die Panamericana ist eine Verbindung von Schnellstraßen, die Alaska mit Feuerland verbindet. Sie erstreckt sich über die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung der beiden amerikanischen Halbkontinente.
Das gesamte Straßennetzwerk erstreckt sich auf ca 48.000 km Schnellstraße. Die Panamericana ist fast durchgehend befahrbar. Die Panamericana-Route führt durch Wüsten, dichten Dschungel und über Gebirgspässe. Dabei durchquert sie bis zu neunzehn verschiedene Staaten. Die Lanschaft wechselt ständig ihr Gesicht: Kakten- und Steinwüsten, Wälder, Pampa, Tundra, Gebirge und Küstenabschnitte. Ebenso vielfältig ist die Kultur. Oft befindet sie sich im Spannungsfeld zwischen der jeweiligen indigenen Bevölkerung und der modernen Zivilisationsgesellschaft.
Bei vielen Bike-Abenteurern gelten die Radtouren auf dieser Route als das Fahrraderlebnis schlechthin. Der Straßenzustand und die Befahrbarkeit variieren von Land zu Land. So kann man beispielsweise Teile der Strecke nur in der Trockenzeit befahren. Während es auf den nordamerikanischen Teilstrecken noch überwiegend befestigte Straßen gibt, nehmen im Süden waschbrettartige Schotterpisten mit Schlaglöchern überhand.