Nach dem ganzen Sonnenschein kam der Regen. Und mit ihm Schmutz. Der Wagen sieht entsprechend aus. Eine Möglichkeit ist die Fahrt durch eine Waschanlage. Gut, wer eine hochwertige Textilwaschanlage in seiner nähe hat. Schlecht, wer eine zudem leider oft mangelhaft gewartete Portalwaschanlage mit Plastikbürsten benutzen muss. Vor allem empfindliche, dunkle Lacke zieren dann schnell die typischen feinen Kratzer – der Lack wirkt stumpf und unansehnlich.Hier ist die Autowäsche von Hand klar im Vorteil. Man kann in Ruhe alles mit dem richtigen Waschmittel einschäumen und es so lange einwirken lassen, bis tatsächlich der Schmutz eingeweicht ist. Hilfreich hierbei ist ein Hochdruckreiniger. Vor allem an Karosseriekanten, in Radhäusern und Spalten spült er den Schmutz sauber weg.
Wie also richtig mit dem Hochdruckreiniger säubern? Zunächst einmal muss der grobe Schmutz und Staub beseitigt werden. Am besten, man beginnt dort, wo auch der hartnäckigste Dreck sitzt, an Radhäusern, den unteren Teilen der Karosserie sowie den Stoßstangen. Wer hier aus Versehen ein wenig Schmutz aufwirbelt, kann diesen bei der anschließenden Reinigung vom Dach angefangen wegspülen. Hier sollte ein hochwertiges Reinigungsmittel zum Zuge kommen, das sauber die Verunreinigung anlöst und gleichzeitig den Schmutz bindet. Am besten können dies Schaumreiniger, die speziell für Waschanlagen entwickelt wurden.
Im Gegensatz zur Waschstraße bleibt bei der Handwäsche jetzt etwas Zeit, den Schaum einwirken zu lassen. So lösen sich noch besser fetthaltige und ölhaltige Substanzen. Beim anschließenden Klarspülen beginnt man am Dach und führt den Wasserstrahl entlang der Karosseriekanten nach unten. Richtig komfortabel sind dabei Hochdruckpistolen und Hochdrucklanzen mit einem drehbaren Anschluss. Ein kurzer Schwenk aus dem Handgelenk und schon ändert sich die Strahlrichtung. Auch der Hochdruckschlauch kann sich nicht mehr verdrehen, was ansonsten in eine lästige Arbeit ausartet. Jetzt noch kurz die Seitenteile der Karosserie gesäubert, fertig.
Wer eine noch bessere Wirkung erzielen möchte, greift zum Heißwassergerät oder Dampfstrahler. Bei Temperaturen um ca. 50 °C wirkt der Schaumreiniger sehr viel besser vor allem bei hartnäckigen Verkrustungen und Teer. Viel wärmer sollte man auch einen leistungsfähigen Dampfstrahler nicht einstellen, da sonst Schäden vor allem an Kunststoffteilen drohen. Dafür hat ein Heißwassergerät noch einen sehr großen Vorteil: das warme Wasser trocknet einfach besser ab und vermindert so deutlich die Arbeit beim Trockenreiben.
Es ist Ehrensache, dass man den Wagen nicht in der freien Natur wäscht. Zwar sind in der EU zugelassene Reinigungsmittel umweltfreundlich, aber nur in der richtigen Konzentration und schließlich wird bei der Reinigung ja noch eine Menge Bremsabrieb oder Öl freigesetzt.