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Artikel » Bau & Architektur Lehmbau und Lehmfeinputz |
Lehmbau wird das Bauen mit Lehm genannt. Lehm ist eine Zusammensetzung aus Ton, Schluff und Sand. Meist werden dem Lehm Zusatzstoffe beigemischt um die physikalischen Eigenschaften des Lehms zu verbessern.Diese Zusatzstoffe können zum einen Stroh sein. Die Strohbeimischung hat den Vorteil, dass der Lehm leichter wird, seine Dämmeigenschaften verbessert und die Rissbildung verhindert. Zum anderen kann auch Zellulose, die im Pferdemist und Kuhdung enthalten ist, beigemischt werden. Lehmbau ist nun die Verarbeitung des Lehms. Da Lehmbau eine sehr alte Technik ist haben sich im Laufe der Geschichte verschiedene Lehmbautechniken entwickelt. Die Stampflehmbautechnik ist wohl eine der ältesten. Es wird ein Verschalung gebaut, die dann mit Lehm ausgefüllt wird und durch stampfen verdichtet wird. Daher stammt der Name Stampflehm. Heutzutage erlebt der Lehmbau eine Renaissance. Nachdem der Lehmbau in den 50er bis 80er Jahre als „veraltete“ Technik galt, wird der Lehm nun wieder als wichtiger Baustoff angesehen, da seine physikalischen Eigenschaften teilweise Vorteile gegenüber anderen Baustoffen bieten. Zu nennen sei hier nur die positive Auswirkung des Lehms auf das Wohnklima. Lehm hat eine relativ hohe Wärmekapazität und kann somit Temperaturschwankungen abdämpfen und auch Wärme speichern. Außerdem reguliert der Lehm, durch seine Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum. Lehm vermeidet Schimmelentstehung und schützt vor zu trockener Raumluft. Somit wird heutzutage Lehmbau wieder häufiger eingesetzt und es entstehen neue Lehmbautechniken. Genannt sei hier der Lehmfeinputz. Lehmfeinputze unterscheiden sich in ihrem Aussehen kaum von anderen Putzen und können selbst im Trockenbau verwendet werden.
| | | 13.07.2006 17:35:30 von |
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