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Artikel » Bau & Architektur Bohren in Metall |
Gemeint ist damit das maschinelle Bohren mittels Bohrmaschine (netzgebunden 230 V) oder Akkuschrauber (Akkubohrer) mittels dafür geeigneter Bohrer (alsWerkzeug). Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Art des zu bohrenden Metalls. Je nachdem, ob es sich um Edelstahl (VA), Stahl oder z.B. Aluminium handelt, ist es davon abhängig, mit welchem Bohrer (Legierung) die besten Ergebnisse zu erzielen sind. So reichen für Aluminium und andere "weiche" Metalle in der Regel sog. HSS-Bohrer (Hochleistungsschnellarbeitsstahl-Spiralbohrer). Für Stahl bieten sich für den Einsatz in Bohrmaschinen und Akkuschraubern sog. TITAN-HSS-Spiralbohrer an; das sind HSS-Bohrer, die mit einer Titan-Nitrid-Schicht überzogen sind. (Vorteil: bis zu 6x höhere Härte und Verschleißfestigkeit gegenüber HSS-Bohrern) Für Edelstahl, Grauguss, Stahlguss usw. nimmt man am besten Bohrer aus cobaltlegiertem HSS, die sich durch extreme Temperaturbeständigkeit und hohe (bis zu 10x härter als HSS) Härte und Standzeit auszeichnen. Neben dem "richtigen" Bohrer ist es beim Bohren in Metall vor allem wichtig, die zu bohrende Stelle "vorzukörnen". Beim Körner handelt es sich um ein Schlagwerkzeug mit einer harten Spitze, das im zu bohrenden Metall eine Art Sicke hinterlässt, in die der nachfolgende Bohrer angesetzt werden kann. So wird ein exaktes Anbohren mittels Bohrmaschine oder Akkuschrauber ermöglicht. (ohne das die Bohrspitze haltlos hin und her gleitet) Im direkten Bohrmaschinen-Vergleich (bzw. Akkuschrauber-Vergleich) hat sich zudem gezeigt, daß Maschinen mit elektronischer Regelung, sowie Geräte mit mehrstufigen Getrieben für Bohrarbeiten in Metallen besonders gut geeignet sind. So lässt sich mittels der Elektronik ein sanftes „Gasgeben“ beim Anbohren bewerkstelligen; durch Auswahl eines bestimmten Getriebeganges bzw. der Konstantelektronik einiger Bohrmaschinen und Akkuschrauber lässt sich die Drehzahl der Maschine optimal auf das zu bearbeitende Material bzw. den Durchmesser des zu bohrenden Loches abstimmen. (Je größer der Durchmesser desto kleiner sollte die Geschwindigkeit (bei gleichzeitig größerem Drehmoment) beim Bohren gewählt werden) Bei größeren Materialdicken bzw. größeren Bohrdurchmessern empfiehlt es sich zudem die Löcher in Stufen zu bohren; d.h. man beginnt mit einem kleinen Bohrdurchmesser und steigert sich dann bis zum gewünschten Durchmesser. (So kann es sinnvoll sein, bei einem gewünschten Durchmesser von z.B. 12 mm mit einer 5 mm-Bohrung zu beginnen, dann auf 8 mm zu erhöhen, um dann die gewünschten 12 mm zu erreichen) Für größere Durchmesser sollten die Maschinen zudem über ausreichend Leistung verfügen. Tipp: Gerade bei kleineren Bohrerdurchmessern sollte kurz vor dem Durchdringen des zu bohrenden Metalls auf einen festen Halt der Bohrmaschine bzw. des Akkuschraubers geachtet werden, da sich in diesem Moment der Bohrer sonst leicht verkanten und abbrechen kann.
| | | 02.02.2008 17:08:42 von |
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