Datum: 01.08.2010, 10:38:35 Uhr 
 
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Schwere Lasten sicher in Beton verankern

Grundsätzlich sollten für derartige Fälle nur amtlich zugelassene Systeme verwendet werden.
Im weiteren Verlauf will ich mich hier auf sogenannte chemische Befestigungen beschränken. Hier wird die Verankerung einer Anker- oder Gewindestange in Beton dadurch erreicht, daß diese im Bohrloch mittels Injektionsmörtel bzw. Mörtelpatrone "verklebt" werden. Vor der Nutzung sollte genau geklärt werden, für welchen Einsatzzweck und für welche Belastung diese Befestigung "auszulegen" ist. Hier spielt es vor allem eine Rolle, ob die Verankerung im Bereich des gerissenen oder des ungerissenen Betons platziert werden soll. Vereinfacht sei hier als Beispiel ein Betonbalken unter Biegelast genannt; im unteren Bereich des Balkens befinden wir uns im gerissenen Bereich (Zugzone), im oberen Sektor des Balkens dagegen im ungerissenen Bereich (Druckzone). Für die Dimensionierung der Anker spielen dann die später zu erwartenden Lasten, die sicher aufgenommen werden müssen, eine weitere wichtige Rolle bei der Auswahl des idealen Systems (hier spielen natürlich auch Kostenerwägungen eine große Rolle) Kommen wir jetzt zur Montage solcher Ankersysteme. Grundsätzlich sollte man sich sehr genau an die Montagehinweise des Herstellers bzw. den Ausführungen in der Zulassung halten. So ist z.B. beim Bohren mittels Bohrhammer genau auf den Bohrdurchmesser und die Bohrtiefe im Beton zu achten. (jeweils auf den zu benutzenden Anker abgestimmt) Allen Systemen gleich ist die anschließende, gründliche Reinigung des Bohrlochs. Durch geeignete Blaswerkzeuge bzw. spezielle Bürsten werden die Bohrlöcher von mehligen Substanzen befreit (auch hier gibt die Zulassung bestimmte Vorgehensweisen vor, die unbedingt einzuhalten sind). Nachfolgende Schritte können je nach System voneinander abweichen: So wird z.B. in das gereinigte Bohrloch mittels spezieller Injektionskartusche, vom Bohrlochgrund beginnend, ein Spezialmörtel hubweise eingefüllt (mit genau definierter, auf den Ankertyp abgestimmter Menge), unmittelbar anschließend wird der Anker von Hand unter leichtem drehen ins Bohrloch eingedrückt. Nach dem Aushärten des Mörtels kann der Anker voll belastet werden. Andere Systeme arbeiten mit einer Art Patrone (Spezialmörtel ist in einer Glaspatrone eingeschlossen), die nach dem reinigen des Bohrlochs hineingesteckt wird und der Anker dann mittels eines speziellen Setzwerkzeuges schlagend, drehend (wobei die Patrone zerstört wird) mittels Bohrmaschine oder Bohrhammer mit vorgegebener Drehzahl eingebracht wird. Auch hier sind bis zur vollen Belastbarkeit des Ankers temperaturabhängige Wartezeiten strikt einzuhalten.
05.02.2008 11:48:14 von pruellage
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