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Artikel » Bau & Architektur Verankerung in Hohlräumen (Gipsfaser- und Gipskartonplatten) |
Um Lasten in Gipskarton- bzw. Gipsfaserplatten sicher zu verankern, reicht es nicht, auf einen herkömmlichen Dübel zurückzugreifen. Die Problematik besteht einerseits in der Konstruktion einer aus diesen Platten hergestellten Wand. Diese werden meist auf einer Metallständer- oder Holzkonstruktion aufgeschraubt, die zuvor in bestimmten Abstand er- richtet wurde. Zwischen diesen Konstruktionsteilen befindet sich nach der Montage der Platten ein Hohlraum. Andererseits sind die Platten selbst problematisch, da sie meist nur einlagig (8-14 mm) aufgebracht werden. Unter diesen Voraussetzungen hat der herkömmliche Universaldübel natürlich für einen festen Halt schlechte Chancen. Besser sind hier auf dem Markt erhältliche Spezialhohlraumdübel. Für die sichere Verankerung von Lasten sind die Herstellerangaben hinsichtlich Bohrdurchmesser bzw. Montage und natürlich der aufnehm-baren Last der jeweiligen Dübeltypen penibel einzuhalten. Hinsichtlich Ihrer Funktionsweise lassen sich Hohlraumdübel grob unterteilen in Dübel, die sich im Hohlraum größer, breiter machen als das Bohrloch, in das sie eingeführt wurden, und Dübel, die sich innerhalb des Bohrloches der Platte ausdehnen bzw. verkrallen. Zur ersteren Gruppe gehören z.B. sog. Federklappdübel, bei denen nach dem Durchstecken durch das Bohrloch meist zwei "Arme" ausklappen und somit nicht mehr aus dem Loch gezogen werden können. Je nach Einsatzzweck ist dieser Dübel mit Hakenmechanismus bzw. Schraubmechanismus ausgerüstet. Diese Dübel gibt es in metallischer und in Kunststoff-ausführung; sie eignen sich insbesondere für die Montage von Deckenlampen, Gardinen-stangen, Blumenampeln, usw. Zur zweiten Gruppe gehören z.B. Dübel, die über eine Art Konus verfügen, der nach dem Einführen in das Bohrloch mittels Schraube in Richtung Bohrloch zurückgezogen wird und der den dort befindlichen Teil des Dübels aufweitet und im Bohrloch verspreizt (Kunststoffdübel); sie eignen sich z.B. zum Befestigen von Regalen, Kabelkanälen oder auch Holzleisten. Eine andere Befestigungsmöglichkeit in Gipskartonplatten ist ein sog. Schnellmontagedübel (Kunststoff oder Metall): Dieser hat ein schraubenähnliches Aussehen (spiralförmige Wangen um einen schraubenaufnehmenden Innenkörper) und wird ohne Vorbohren mittels speziellem Eindrehwerkzeug durch Akkuschrauber oder Bohrmaschinen montiert; er eignet sich vor allem zur Befestigung von Fußleisten, Wandlampen, Schaltern, usw. Für die Verankerung von Lasten in Hohlräumen bei Gipsfaser- und Gipskartonplatten sollte man also auf die vor genannten. Spezialdübel vertrauen, um nicht sonst vom mangelhaften Ergebnis frustriert zu sein. Wer allerdings bei der Planung einer solchen Wand/Decke bereits genau weiß, wo Lasten aufgenommen werden sollen, kann natürlich durch Montage z.B. einer zusätzlichen Holzkonstruktion in diesem Bereich entsprechend vorsorgen.
| | | 05.02.2008 17:00:40 von |
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