Der Begriff CAD (Computer Aided Design - zu deutsche: rechnergestützte Konstruktion) steht - ganz allgemein für das elektronische Anfertigen von technischen Zeichnungen mit Hilfe von Software.Mit Hilfe von CAD-Software können nicht nur statische technische Zeichnungen wie auf dem Reißbrett entworfen werden, sondern hochkomplexe dreidimensionsionale Volumenmodelle, bei denen die Simulation von Bewegungen oder Drehungen kein Problem darstellt. Die Volumenmodelle können auch für darüberhinausgehende andere Berechnungen verwandt, darunter Lichtsimulationen, Festigkeitsberechnungen, Belastungssimulationen oder auch - wichtig beim Entwurf von Flugzeugen und Schiffen - Strömungssimulationen.
Nach der Entwurfsphase kann Computer Aided Design auch Bestandteil der Produktion der entwickelten Objekte werden - man spricht dann von CIM (Computerintegrierte Produktion). Es ist natürlich aber auch möglich, das 3D-Modell ganz schlicht als zweidimensionale Zeichnung auszudrucken, um den Entwurf in Papierform mitnehmen zu können.
Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist es nicht weiter verwunderlich, dass CAD-Anwendungen inzwischen in jedem Fachbereich zum Einsatz kommt, in dem Konstruktion eine Rolle spielt, hierzu zählen klassische Bereiche wie Architektur, Fahrzeug- und Flugzeugbau, aber auch neue Bereiche wie Maschinenbau, Schiffbau und die Zahnmedizin.
CAD-Programme basieren heutzutage meist auf objektorientierten Datenbanken. Im Konzept der Ojektorientierung stellt jeder Bestandteil eines Produktentwurfs ein Objekt dar, dessen Eigenschaften sich ändern, wenn Spezifikationen am Produktbetandteil vorgenommen werden. Die Verschiedene Bestandteile eines Projekts und deren Eigenschaften können sich gegenseitig beeinflussen, wodurch verschiedene Abwandlungen von Objekten und Objektkombinationen, sowie deren Wirkungen aufeinander getestet werden können. Das Konzept der Objektorientierung erlaubt die spätere Wiederverwendung von einmal erstellten Bestandteilen eines Produkts für einen komplett neuen Einsatzzweck oder auch für eine Neuentwicklung oder Änderung des aktuellen Produkts.
Man bezeichnet diese Art der Konstruktion als objektorientiertes parametrisches Modellieren. Die in Europa am häufigsten eingesetzte Anwendung dieser Art ist CATIA V5. Als aktuellste Version der CATIA Releases, veröffentlicht 1999, unterstützt die 5. Version von CATIA nun auch das objektorientierte Konzept, und ist dadurch einfacher zu bedienen.