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Mitarbeiter durch Transferagentur bei der Jobsuche unterstützen

Wenn die Entlassung von Mitarbeitern nicht zu vermeiden ist – sei es durch die Schließung eines Werkes oder die Verlegung des Firmensitzes – und dies zeitlich gut planbar ist, sollte der Arbeitgeber frühzeitig Vorkehrungen treffen, um den Beschäftigten den Übergang in ein anderes Arbeitsverhältnis zu erleichtern.

Die Gründung einer Transferagentur in Kooperation mit einem externen Personaldienstleister ist in diesen Fällen eine gute und effektive Möglichkeit, um möglichst viele Arbeitnehmer aktiv bei der Jobsuche zu unterstützen.

Eine Transferagentur ist eine Kombination aus Transfergesellschaft und Outplacement-Beratung. Nach Erstellung eines Sozialplanes durch das Unternehmen richtet der Personaldienstleister ein Bewerberbüro im Betrieb ein. Dort bekommen die gekündigten Mitarbeiter umfassende Hilfe und Unterstützung zu allen Fragen der Bewerbung und Arbeitssuche. Aktive Schulungsmaßnahmen und Vorbereitungen auf Vorstellungsgespräche gehören ebenfalls dazu. Gleichzeitig wird nach potenziellen neuen Arbeitgebern und freien Stellen gesucht. Ziel ist eine Job to Job-Vermittlung möglichst vieler Arbeitnehmer. Im Idealfall sollen sie direkt von ihrer bisherigen Arbeitsstelle in eine neue, möglichst gleichwertige Position wechseln.

All diejenigen Mitarbeiter, die mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses – zum Beispiel zum Zeitpunkt der Werksschließung – noch keinen neuen Job gefunden haben, sind keinesfalls von sofortiger Arbeitslosigkeit bedroht. Sie wechseln in die Transferagentur, wo sie rund 80 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens als monatliche Vergütung bekommen. Diese Summe setzt sich zusammen aus dem durch die Transfergesellschaft beantragten Kurzarbeitergeld und einer Aufzahlung. In der Transfergesellschaft wird dann die Arbeit der Transferagentur fortgesetzt. Intensives Bewerbertraining, aktive Jobsuche und je nach Bedarf auch Fortbildungen und Praktika stehen dann für die Dauer von bis zu einem Jahr im Vordergrund.

09.09.2007 17:23:38 von Gumba
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