INXS, Paul Hogan, AC/DC, Kylie Minogue... wer erscheint vor Ihrem geistigen Auge, wenn Sie an Australien denken?Australien ist weit weg und - aus europäischer Perspektive - der jüngste Kontinent. Menschen lebten aber bereits seit mindesten vierzigtausend Jahren auf dem Kontinent. Wie die Ureinwohner genau nach Australien kamen, ist letztlich nicht vollends geklärt, man geht aber davon aus, dass sie in einer Zeit, als der Meeresspiegel tiefer stand als heute, von Südostasien aus "inselspringend" den Weg nach Australien fanden. Die Ureinwohner lebten dort seit jeher nomadisch und entwickelten eine Kultur, die sich über mehrere Dialekte ausdehnte.
Der erste nachgewiesene Kontakt von Europäern mit dem Kontinent Australien fand 1606 statt, als der Holländer William Jansz Cape York sichtete. Bereits davor - so wird vermutet - kamen aber Chinesen nach Australien!
1770 ist das weitaus wichtigere Datum in der Geschichte Australiens, denn James Cook proklamierte den Osten für England. Damit legte er den Grundstein für die späteren englischen Kolonien in Australien. Ab 1788 kamen Einwanderer nach Australien, in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts kamen sie dann zu tausenden: Engländer, Iren, Deutsche, Griechen, Osteuropäer und weitere Asiaten, v.a. aus China.
Im zwanzigsten Jahrhundert ging die Zuwanderung von Europäern zugunsten der asiatischen Einwanderer zurück. So findet man heute eine bunte Mischung aus Menschen europäischer Abstammung, Vietnamesen, Japanern, Indern, Chinesen und anderen Bevölkerungsgruppen in Australien.
Im Stadtbild treten aber auffallend wenige Ureinwohner hervor. Sie gehören häufig zur sozialen Randgruppe. Nur weit ab von der Zivilisation, im australischen Busch, gehen sie ihrem traditionellen Lebensstil nach.
So ist die australische Kultur also eine durchwachsene Mischung dutzender Ethnien. Rassismus - sollte man meinen - ist hier fehl am Platze, denn "den Australier" gibt es nicht.