Immer häufiger ersetzt die Onlinebewerbung die herkömmliche, per Post versendete Bewerbung. Diese Alternative bietet gleich drei verschiedene Ansätze an. Als Bewerber können Sie davon ausgehen, dass ein Unternehmen Email-Bewerbungen als willkommen betrachtet, wenn in der Stellenanzeige eine Emailadresse angeben ist. Oft wird in den Anzeigen auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bewerbung per Email empfohlen wird.
Für den Bewerber ist die Email-Bewerbung oft einfacher zu organisieren und zudem auch wesentlich günstiger als der Versand von Bewerbungsmappen. Doch auch hier ist Sorgfalt geboten. Eine werbefreie und seriöse Emailadresse, sauber eingescannte Dokumente und ein formal einwandfreier Lebenslauf als PDF-Anhang sind bei vielen Unternehmen die Mindestvoraussetzungen dafür, dass Ihre Bewerbung überhaupt in Betracht gezogen wird.
Viele Unternehmen betrachten jedoch den Aufwand, den Email-Bewerbungen in Hinsicht auf die digitale Datenablage, das zeitaufwändige Herunterladen zu großer Anhänge oder Probleme beim Öffnen von unüblichen Dateiformaten darstellen, als unverhältnismäßig und bieten eigene Onlineformulare auf ihrer Webseite an. Als entscheidenden Vorteil dieser eigens für ein Unternehmen entwickelten Formulare besteht auch darin, dass hier gesuchte Qualifikationen bereits gezielt abgefragt und gefiltert werden können.
Immer mehr im Trend liegt auch die eigene Bewerbungshomepage, deren Internetadresse im Anschreiben der Email-Bewerbung genannt und vom Personalverantwortlichen per Mausklick geöffnet werden kann.
Eine seriöse Bewerbungshomepage kommt natürlich ohne Urlaubsfotos und animierte Bildchen aus. Sie sollte sich konkret auf die Bewerbung bei einem Unternehmen beziehen (dessen Name zum Beispiel schon in der Internetadresse vorkommen kann: http://...../max.mueller/unternehmen_xy) und so gestaltet sein, dass der Personalverantwortliche mit einem Blick sieht, wo alle gewünschten Inhalte zu finden sind. Ein unübersichtlicher Aufbau, die Überfrachtung mit unnötig ablenkenden Gestaltungselementen und eine komplizierte Navigation können sehr schnell dazu führen, dass er genervt aufgibt und sich dem nächsten Bewerber zuwendet.
Die Bewerbungshomepage sollte zudem die Kontaktaufnahme erleichtern, dies zum Beispiel durch ein stets sichtbares Kontaktformular.
Ein besonderer Vorteil der Bewerbungshomepage ist sicherlich die Möglichkeit, auf Ihr mehr Dokumente zu hinterlegen und diese leichter zugänglich zu machen, als das bei Email-Bewerbungen der Fall ist. Auf die digitale Ablage Ihrer Dokumente kann der Personaler bei dieser Variante verzichten, da ihm diese stets online zur Verfügung stehen.