Im Buchdruck oder Zeitungsdruck wird in der heutigen Online-Druckerei häufig das Offsetdruckverfahren eingesetzt.Hierbei macht man sich die Eigenschaften von hydrophoben= wasserabstoßenden und lipophilen=fettliebenden Stoffen zu nutze. Die druckenden Bereiche auf den Druckplatten haben wasserabstoßende(hydrophob) Eigenschaften, sind dafür aber fettfreundlich (lipophil); die Druckfarbe ist fetthaltig und wird so nur auf den druckbeteiligten Stellen der Druckplatten angenommen. Die nicht am Druck beteiligten Bereiche nehmen das Wasser auf und stoßen so die fetthaltige Druckfarbe ab.
Das Druckmotiv wird so zunächst auf einen Zylinder aus Gummi abgerollt und dann erst auf das endgültige Druckmaterial. Daher spricht man bei diesem Druckverfahren von einem indirekten Druck.
Die einzelnen Farben werden nacheinander gedruckt. Das heißt, für jede Farbe wird in der Druckerei eine Druckplatte benötigt. Die verwendete Farbpalette setzt sich aus den Farben
Cyan, Magenta= Rot-violett, Gelb und Schwarz zusammen. Durch das Übereinanderdrucken der Farbschichten entstehen die gewünschten Farbeindrücke und Farbabstufungen bzw. Mischfarben und Schattierungen. Mehrere Farbschichten der gleichen Farbe übereinandergebracht verändern die Intensität der jeweiligen Farbe.
Verschieden Farbschichten mehrfach übereinander gedruckt ergeben die gewünschten Mischfarben.
Bei der oben beschriebenen Farbskala spricht man von der CMYK-Farbmodell.
Das „C“ steht für Cyan, „M“ für Magenta, „Y“ für Yellow= Gelb und „K“ für Key = Black bzw. Schwarz. Diese subtraktive Farbskala wird zum bekannten Vierfarbdruck eingesetzt: denn mischt man die ersten drei Farben Cyan, Magenta, und Gelb entsteht theoretisch Schwarz.
Praktisch entsteht aber ein unreiner Dunkelbraunton oder dreckiges Schlammgrün. Deshalb wird zusätzlich die Farbe Schwarz im Druck eingesetzt, um diese Unsauberkeiten zu korrigieren.
Die einwandfreie Wiedergabe dieser Farbe erhält man lediglich beim Druck auf weißem Papier. Das liegt daran, dass diese Farbeindrücke auf dem Prinzip der Remission= Zurücksenden, anstatt dem Prinzip des Aussendens basieren.