Eine Partition ist eine durch die Aufteilung eines Datenträgers (z.B. eines MBR-Datenträgers wie eine Festplatte) entstandener logischer Bereich (Teilstück eines Datenträgers), der zur Datenspeicherung dient.Man unterscheidet zwischen primären, erweiterten und logischen Partitionen. Eine erweiterte Partition dient jedoch nur als Container für so genannte logische Partitionen und kann aus bis zu 60 logischen Partitionen aufgebaut sein. Erweiterte Partitionen werden nicht direkt angesprochen.
Informationen über Start, Ende, Typ und Bootfähigkeit einer Partition werden in der Partitionstabelle des MBR (Master Boot Record), der sich im MBS (Master Boot Sector; erster Sektor der Festplatte; 512 Byte groß) einer Festplatte (oder anderer MBR-Datenträger) befindet, hinterlegt. Im MBR befinden sich neben der Partitionstabelle auch der Bootloader, ein Programm, das vom BIOS (Basic Input Output System) in den Hauptspeicher geladen wird und dort wiederum Linux, den Kernel, in den Hauptspeicher lädt, außerdem die so genannte „magische Zahl“.
Unter Linux wird diese Partitionstabelle, die bis 4 Einträge enthalten kann – logische Partitionen fangen daher stets ihre Partitionsnummern mit 5 an (/dev/hda5 usw.) – , z.B. durch Programme wie fdisk, cfdisk und parted angelegt und verändert. So können in der Partitionstabelle z.B. 4 primäre Partitionen oder 3 primäre und eine erweiterte Partition eingetragen werden. /dev/hda6 wäre z.B. die zweite logische Partition einer erweiterten Partition der ersten (IDE)-Festplatte des ersten Festplatten-Controllers.
Die Kennzeichnung von Partitionen hängt im Allgemeinem vom Typ der Festplatte und von ihrer „Position“ am Festplatten-Controller, sowie von der Anzahl der Festplatten-Controller ab, auf der sich die Partitionen befinden. An IDE-Festplatten-Controller können 2 Festplatten angeschlossen sein. Es wird zwischen Master und Slave unterschieden. Bei E-IDE-Controllern können gleichzeitig 4 verschiedene Geräte, z.B. Festplatten, angeschlossen werden. So bezeichnet z.B. /dev/hda1 die erste Partition der ersten Festplatte (Master) am ersten Festplatten-Controller. /dev/hdc3 wäre demzufolge die device-Datei für die dritte Partition der ersten Festplatte (Master) des zweiten Festplatten-Controllers.
An SCSI-Controllern allerdings können standardmäßig bis zu 8 (/dev/sda bis /dev/sdh) SCSI-(SATA)-Festplatten angeschlossen werden. Auf jeder dieser Festplatten können sich bis zu 15 Partitionen eingerichtet werden. Somit stünden standardmäßig bei entsprechende Hardware 120 Partitionen zur Verfügung. /dev/sdc8 wäre dementsprechend die device-Datei für die achte Partition der dritten SCSI-Festplatte am (ersten) SCSI-Controller.
Partitionen können des weiteren mit verschiedensten Dateisystemen formatiert werden. Journaling-Dateisysteme wie ext3fs oder reiserfs bieten einen hohen Schutz gegen Inkonsistenz des Dateisystems und erweisen sich damit sehr sicher. Datenverlust ist auch im Falle eines Stromausfalls fast auszuschließen.