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Terminierung des SCSI-Busses

Ein sehr wichtiges Thema bei dem Einsatz von SCSI ist die korrekte Terminierung des SCSI-Busses. Bevor jedoch die verschiedenen Arten der Terminierung erläutert werden, finden Sie in den nächsten Abschnitten Grundlegendes zu diesem Thema.
Ein internes SCSI-Kabel sollte ganz bestimmte Kriterien einhalten. Zum einen hat es nur einen Anfang und ein Ende. Das hört sich vielleicht etwas komisch an, aber damit soll gesagt werden, dass Abzweigungen oder Stichleitungen nicht erlaubt sind. An beiden Enden muss dieses Kabel terminiert (abgeschlossen) werden. Die Terminierung an einem dazwischen angeschlossenen Gerät ist nicht zulässig und würde nur zu Problemen führen.
Der Abstand zwischen zwei Karten - und damit ist der Abstand zwischen zwei Pfostensteckern auf dem SCSI-Kabel gemeint - sollte mindestens 20 cm oder noch besser 30 cm betragen. Außerdem sollte man eine aktive Terminierung einer passiven Terminierung immer vorziehen.
Warum überhaupt eine Terminierung?
Beim Datentransfer über den SCSI-Bus kommt es am Ende der Kabel regelmäßig zu kurzzeitigen Reflexionen. Diese Reflexionen verhalten sich in etwa wie kurze Spannungszusammenbrüche. Um diesen Reflexionen oder Impedanz Abweichungen des Kabels vorzubeugen, wird die SCSI-Leitung über die sogenannte Terminierung an beiden Enden der gesamten SCSI-Leitung gedämpft oder besser "abgeschlossen". Diese Endwiderstände müssen unbedingt am Anfang und am Ende und niemals irgendwo in der Mitte angeschlossen sein. Die Anfangs-Terminierung wird vom SCSI-Host-Adapter übernommen.
Man unterscheidet bei der Terminierung zwischen der passiven, der aktiven und der FPT-Terminierung.

Passive Terminierung
Die passive Terminierung stellt zwar die preiswerteste, aber bei weitem nicht die beste Lösung dar. Hierbei wird durch eine Parallelschaltung von Widerständen ein Abschlusswiderstand von 132 Ohm erzeugt. Diese simple Lösung ist stark abhängig von der Versorgungsspannung (Leitung TERMPWR). In der Praxis nicht vermeidbare Schwankungen und Störimpulse machen sich deshalb auch auf den Signalleitungen bemerk-bar. Auch gegen Überschwingungen ist die passive Terminierung so gut wie machtlos.

Aktive Terminierung
Eine bedeutende Spezifikation ist die Empfehlung einer aktiven Termi¬nierung der SCSI-Leitung. Es ist keine Bedingung, aber eine beachtenswerte Empfehlung, die auch bei SCSI-1 verwendet werden kann. Bei der aktiven Terminierung sorgen Spannungsregler dafür, dass Spannungsschwankungen der Leitung TERMPWR und auch Störimpulse ohne Einfluss auf die Terminierung bleiben. Außerdem sorgen sogenannte Clamping-Dioden dafür, dass auch Überschwingungen begrenzt bleiben.

FPT-Terminierung
Eine noch weiter verbesserte Variante der Terminierung ist die FPT-Ter¬minierung. Wie bei der aktiven Terminierung wird auch hier über einen Spannungsregler die notwendige Terminatorspannung für den Abschlusswiderstand erzeugt. Der Kabelwiderstand wird kompensiert, und auftretende Spannungsabweichungen werden sehr schnell korrigiert.
Bei der FPT-Terminierung sorgen zwei zusätzliche Spannungsregler mit zwei Clamping-Dioden noch dafür, dass ein Überschwingen der Spannung über den Signalpegel unterbunden wird. Dadurch werden die Signale noch „sauberer“ gehalten.

20.07.2007 18:06:23 von phil_2003
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