Datum: 19.05.2012, 19:01:09 Uhr 
 
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Datenverlust im Kontext des Alltags

Weshalb kommt es häufig zu einem Datenverlust?

Aufgrund (makro-) ökonimischer Prozesse hat sich der Computer bzw. der PC im letzten Jahrzehnt derart verbreitet, dass aktuell kaum mehr ein Haushalt und insbesondere auch kein Unternehmen ohne Computer-Hardware auskommt und auskommen möchte. Die enorme Arbeitserleichterung in Verbindung mit komplett neuen Möglichkeiten wie z.B. der Information über das Internet sowie die Erschließung neuer Märkte haben die o.g. Verbreitung selbstverständlich immanent beeinflusst. Aber was passiert, wenn man auf einmal nicht mehr auf die benötigten Daten zugreifen kann ? Was, wenn die Festplatte oder die DVD defekt ist?

Genau dieses Szenario - nämlich das eines kompletten Datenverlusts - ist mit Sicherheit für jeden Unternehmer - aber auch für Privatpersonen eine absolute Horrorvorstellung. Gerade deshalb greifen viele private Anwender auf günstiger Backup-Lösungen (CD, DVD) zurück; kommerzielle Nutzer hingegen haben i.d.R. entweder Backups, die dem Industriestandard entsprechen (z.B. DAT-Streamer) oder aber sehr komplexe Backup-Lösungen wie beispielsweise RAID Systeme im Einsatz.

Da ein wirklich effektives Backup-System in der Anschaffung und im Unterhalt (Konfiguration, Wartung etc.) recht teuer ist, verfügt im Endeffekt nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz aller privaten und kommerziellen Anwender weltweit über ein mehrfach redundantes und somit effektives Backup.

Der verbleibende Mainstream-User hingegen besitzt daher über ein relativ hohes Risiko für einen dauerhaften Datenverlust.

Was leistet die professionelle Datenrettung?

Die professionelle Datenrettung bietet die Möglichkeit, einen Großteil der entstandenen Schäden zu beheben, defekte Datenträger jeder Art zu reparieren und die vorhandenen Daten ggf. zu reparieren und schlussendlich in vielen Fällen auch zu retten.

Dies ist insbesondere deshalb möglich, weil professionelle Unternehmen im Datenrettungsbereich über eine Vielzahl von mechanischen und technischen Hilfsmitteln verfügen. Neben der maschinellen Ausrüstung kommen insbesondere auch ggf. mehrfach gesicherte Reinräume zum Einsatz. Zudem werden i.d.R. riesige Materiallager angelegt und kontinuierlich gepflegt. In diesen Lagern werden dann beispielsweise komplette Festplatten, Steuerelektronik-Platinen oder Leseköpfe von Festplatten gelagert um im Falle eines Falles zur Reparatur einer Festplatte genutzt werden zu können.

Da der Kostenaufwand für die o.g. Peripherie aber insbesondere auch für die speziell ausgebildeten Mitarbeiter sehr hoch ist, ist die Datenrettung an sich aber kein günstiges Unterfangen. Wer also einen Datenverlust zu beklagen hat, muss damit rechnen, in die Datenrettung - nomen est omen - investieren zu müssen. Auch, wenn dies für Unternehmen zumeist kein Problem darstellt, so geht diese Rechnung für Privatpersonen nicht immer auf. Man sollte daher bereits im Vorfeld sorgfältig abwägen, wie "wertvoll" einem die verloren gegangenen Daten wirklich sind.

Die professionelle Datenrettung als Ausweg aus der Misere?

Sicherlich können durch die professionelle Datenrettung in einem sehr hohen Prozentsatz alle vermeintlich verlorenen Daten gerettet werden; aber dennoch gibt es viele Fälle, bei denen die Datenrettung z.B. aufgrund mechanischer Beschädigungen rein physikalisch unmöglich ist und andere Fälle bei denen sogar professionelle Unternehmen an ihre Grenzen gelangen müssen. Eine Garantie auf Wiederherstellung gibt es nicht. Gerade deshalb sollte man - egal ob Privatmann oder Firma - immer ein möglichst aktuelles Backup vorliegen haben.

Preise der Datenrettung

Die Preise bei der Datenrettung variieren sehr stark und sind von Anbieter zu Anbieter und zumeist auch von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die Preise für eine handelsübliche Festplatte mit einem logischen Schaden reichen somit von einigen 100 Euro bis hin zu mehreren 1000 Euro; die Preise für die Raid Datenrettung reichen beispielsweise vom unteren vierstelligen bis in den hohen fünfstelligen Bereich.

Gerade darum sollte man sich als potentielles Opfer des Datenverlusts auch im Vorfeld über einen relevanten Anbieter informieren; tritt der Datenverlust ein, so hat man als Privatperson i.d.R. genug Zeit mehrere Kostenvoranschläge einzuholen; da sich im Bereich der Datenwiederherstellung das Vergleichen besonders rentieren kann ist dies auch ein guter Tipp.

In (großen) Firmen sind sog. Desaster-Pläne mit festen Datenrettungs-Partnern übrigens sehr zu empfehlen um lange Wartezeiten, Probleme und unnötige Kosten bereits im Vorfeld zu vermeiden.

08.11.2006 02:48:47 von Manuel Fuchs
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