Im Gegensatz zu den teilweise etwas anarchistisch anmutenden Newsgroups, die Unruhestiftern eine große Spielwiese bieten, geht es in den meisten Internet-Foren etwas gesitteter zur Sache. Diese Foren (oft auch Boards genannt) beschäftigen sich in der Regel mit einem Schwerpunktthema, über das diskutiert wird. Board-Software steht in vielfältigen Ausprägungen von kostenlos bis High-End zur Verfügung und setzt in der Regel Webspace mit PHP- und MySQL-Support voraus, auf dem die Forensoftware installiert wird. Obgleich auch in Diskussionsforen manchmal hitzige Diskussionen geführt werden, sind in der Regel Moderatoren zur Stelle, wenn Grenzen überschritten und Boardregeln mißachtet werden.
Forenbetreiber in Deutschland müssen übrigens besondere Vorsicht walten lassen, wenn es um Diskussionen oder Beiträge in ihren Diskussionsforen geht. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind sehr eng gesteckt, und ein Forenbetreiber ist gemäß der geltenden Rechtsprechung ab Kenntnisnahme einer "Störung" (z.B. persönliche Beleidigungen oder Gesetzesverstöße) verpflichtet, diese sofort zu beseitigen. Falls er das unterläßt, kann dies rechtliche Konsequenzen - wie beispielsweise eine Abmahnung - zur Folge haben.
Aus diesem Grund ist es für Forenbetreiber unerläßlich, klare Spiel- bzw. Boardregeln zu definieren, die für jeden User auch rechtlich bindend sind, wenn er sie bei der Registrierung im Forum akzeptiert.
Egal, ob Newsnet oder Diskussionsforen: Es gibt Themen, die in der Regel sofort von Moderatoren oder Administratoren gelöscht werden. Obwohl dies von vielen Forennutzern als Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit bezeichnet wird, ist es aufgrund der oft unklaren rechtlichen Situation für den Betreiber eines Diskussionsforums mitunter notwendig, im Zweifel eher zuviel als zu wenig zu zensieren.