Was man beachten sollte
Eine Multimedia Agentur muss technisch immer aktuell ausgestattet sein. Ganz gleich, ob sie sich nun schwerpunktmäßig mit Internet Marketing, Webdesign und/oder dem echten produzieren von multimedialen Inhalten beschäftigt, State of the Art Technik ist hier genauso wichtig, wie verläassliche Hardware, die auch die Möglichkeiten der User nachbilden.Für den Einsatz von Soundkarten kommen drei Anwendungsgebiete in Frage, die entsprechend unterschiedliche Anforderungen an die Soundkarte stellen:
die Unterstützung von Computerspielen
der Sound im Multimediabereich
Musizieren mit dem Computer
Ausschlaggebend für die Wahl der Soundkarte wird in erster Linie das Einsatzgebiet sein, aber es bestehen beim derzeitigen Angebot einige Probleme, die in die Überlegungen mit einzubeziehen sind.
Nicht alle Soundkarten mit guten Soundkartenbausteinen führen zum erwarteten Erfolg, weil sie von der angewendeten Multimedia Anwendung nicht entsprechend ausgeschöpft werden.
Ältere Karten wurden über Jumper konfiguriert, bei neueren wird über Softwaretreiber die notwendige Einbindung ins System vorgenommen. Weil diese Treiber zu Beginn immer wieder neu geladen werden müssen und Speicherplatz im RAM belegen, kann es zu Engpässen an Speicherplatz kommen. Im Extremfall muß der Sound wegfallen.
Für das Musizieren mit dem Computer ist eine MIDI-Ausstattung notwendig. Der Einsatz einer Wavetable-Karte dürfte hier derzeit zu den zufriedenstellenden Ergebnissen führen.
Eine besondere Beachtung benötigt die Software, die in ihrer Leistungsfähigkeit alle Nuancen des Musizierens unterstützen sollte.
Es gibt einige Soundkarten mit Schnittstellen für CD-ROM-Laufwerke. Dies ist wichtig für den profesionellen Anwender, der Klänge, Sounds oder ganze Stücke zur Überarbeitung direkt einlesen will. Auch ist dies notwendig, um auf dem PC Musik von CDs zu hören, sofern man dafür nicht die eigene HIFI Anlage bevorzugt.
Im Prinzip ist die Installation der Soundkarte ebenso unkompliziert wie bei anderen Erweiterungskarten. Doch sollte sie so weit wie möglich von anderen Erweiterungskarten entfernt eingesetzt werden, um ein Rauschen durch Überlagerungen von Induktionen auszuschließen.
"Doppelausführungen", z.B. ein bereits vorhandener Gameport, müssen deaktiviert werden.
Besondere Beachtung erfordern die Portadressen und Interrupteinstellungen. Sie können von der Soundkarte in gleicher Weise belegt sein wie von bereits vorhandenen Erweiterungskarten.
Ein Standardlautsprecher für PCs für die Wiedergabe der angestrebten Klangqualität reicht nicht aus
Aber auch die Wiedergabe über zwei zusätzliche Lautsprecherboxen - manchmal als Beigabe zur Soundkarte mitgeliefert - kann hohen Ansprüchen nicht immer gerecht werden.
Der Einsatz einer Stereo-Anlage oder der Anschluß an ein externes Mischpult dürfte dann die beste Lösung sein.
Eine hochqualitative Soundkarte kombiniert mit hochwertigen Boxen kann zwar durchaus ein vergleichbares Ergebnis liefern, ist jedoch immer noch recht teuer und im professionellen Einsatz schlecht zu handhaben.
Bei Soundkarten gibt es auch ungeahnt viele Performance-Unterschiede.
Manch eine Soundkarte kann beim Digitalisieren auch den schnellsten ISA-Bus quasi komplett lahmlegen. Selbst die größte Geschwindigkeit von Bus oder Festplatte nützt nichts, wenn die Soundkarte diese gar nicht erst zum Zug kommen läßt. Der Grund: Die meisten Soundkarten arbeiten mit Interrupts.
Ein Interrupt ist ein Signal, mit dem eine Komponente (z.B. eine Soundkarte) dem Prozessor mitteilt, daß sie seine Aufmerksamkeit benötigt. Der Prozessor unterbricht dann seine momentane Arbeit, erledigt die Anfrage der Komponente und kehrt dann zu seiner unterbrochenen Arbeit zurück. Je öfter sich die Soundkarte per Interrupt über die Busleitung rückversichert, mit desto weniger eingebautem Audiospeicher kommt sie aus.
Im Klartext:
Sie wird durch Interrupts billiger, aber auch weniger geeignet für die Digitalisierung.
Im schlimmsten Fall lösen Soundkarten beim Audiocapture einen Interrupt pro I/O-Zugriff aus. Das bedeutet: Bei einer Abtastrate von 44 kHz (16 Bit Stereo) schickt die Soundkarte 88.000 Interrupts pro Sekunde aus. Damit wird die Geschwindigkeit des ISA-Busses völlig ausgebremst.
Beim Playback sieht es ähnlich aus. Wer also gleichzeitig mit seinem MPEG-Video auch das zugehörige Audio aufnehmen will, muß bei solchen Soundkarten mit Ruckelproblemen rechnen, denn sie blockieren den Bus für alle anderen Aufgaben.
Typischerweise sind es also gerade die preisgünstigen Soundkarten, die zum Abspielen von WAV-Dateien zwar gut geeignet sind, die aber z.B. für Digital Video somit untauglich sind. Deswegen gibt es jetzt auch Soundkarten, die über einen eigenen digitalen Signalprozessor (DSP) verfügen. Dieser DSP (vergleichbar mit dem Grafikprozessor) übernimmt die Aufgaben, die bei den oben beschriebenen Karten per Interrupt gelöst werden.
Soundkarten mit DSP sind für z.B. Digital Video wesentlich besser geeignet, weil sie die Busperformance nicht oder nur sehr begrenzt in Anspruch nehmen.
Das oben beschriebenen Phänomen tritt allerdings nur dann auf, wenn Audio und Video gleichzeitig aufgenommen werden. Dies ist in vielen Fällen nicht notwendig, weil in geeigneten Schnittprogrammen (wie Adobe Premiere oder Ulead Video Studio) beides auch nachträglich synchronisiert werden kann. Wer Audio und Video getrennt aufnimmt, erzielt meist deutlich bessere Ergebnisse.
Die Treiber für Soundkarten werden übrigens von den Herstellern in der Regel laufend optimiert. Stellen sie daher sicher, daß auf Ihrem System jeweils der neueste Treiber installiert ist.PR-Kampagne by high4 Multimedia Agentur