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Artikel » Ernährung & Rezepte Absinth-Anisette: Wermut in Reinkultur |
Wer statt der enormen sensorischen Vielfalt von Vertes und Bleues bzw. Blanches lieber einmal einen einfacheren Absinthe testen will, in dem der Geschmack des Wermut selbst besser zur Geltung kommt, der sollte sich an einen Absinthe-Anisette halten. Dies ist eine historisch belegte Herstellungsmethode, bei welcher jedoch lediglich Absinth und Wermut destilliert wird, während die Aromen anderer Kräuter nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Daher fehlt einem Absinth-Anisette die geschmackliche Komplexität eines Absinthe Verte, oder Bleue, dafür hat man ein zwar weniger komplexes, aber dafür recht intensives Geschmackserlebnis, bei dem man die einzelnen Aromen recht gut auseinander halten kann – trotz des kleinen Mankos, dass bei einigen dieser Absinthe-Anisettes der Anisanteil recht dominant ist. Besonders in Frankreich sind die Absinth-Anisettes beliebt, deren Tradition auch nach dem Verbot von Absinthe weitergeführt wurde, dann natürlich ohne Wermutanteil. Gerade wer im Bereich der Sensorik noch unerfahren ist – Probleme hat, komplexe Geschmackskompositionen zu entschlüsseln, aber dennoch herausfinden will, wie Wermut als solcher schmeckt, der sollte sich im Absinth Shop seines vertrauens einen solchen Absinthe-Anisette bestellen und verkosten. Aber auch, wer sich eingehender mit der Materie Absinthe auseinandersetzt, kommt an den Absinthe-Anisettes als eine Spielart der schon in der ersten Hochphase des Absinthe üblichen Herstellungsverfahren wohl kaum vorbei. Zusammen mit den Vertes, und den Bleues bzw. Blanches bilden die Absinth-Anisettes ein Trio von Absinthsorten, welche ihren Ursprung bereits während der ersten Hochzeit des Absinth hatten, und als solche sicherlich besondere Beachtung verdienen – auch wenn diese Sorten nicht gerade die günstigsten sind, lohnt sich die Investition.
| | | 05.08.2007 18:35:20 von |
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