Ingwer gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse. Obwohl man von Ingwer als Ingwerwurzel spricht, handelt es sich bei dem gebräuchlichen Ingwer um das große, fleischige Rhizom (Wurzelstock) und nicht die Wurzel. Ingwer findet auch in Pulverform Verwendung, die produzierenden Länder nehmen die Blätter der Pflanze als Gewürz.Wahrscheinlich stammt die Pflanze aus dem südasiatischen Raum. Heutzutage kommt 50 % der Welternte aus Indien, Ingwer wird auch noch in China, Indonesien, Japan, Australien, Teilen Afrikas, Brasilien und Jamaika angebaut. Ingwer wächst in den Tropen und im subtropischen Raum.
Der nigerianische Ingwer ist sehr scharf, jedoch arm an Aromen. Die in Australien geerntete Knolle hat eine angenehm milde Schärfe, da sie bereits nach fünf Monaten geerntet wird, denn je länger das Gewächs in der Erde steckt, umso schärfer wird es.
Generationen von 55 plus Menschen kennen im südostasiatischen Raum das Rhizom als Gewürz- und Heilpflanze. Auch heute noch wird in der chinesischen Küche oder zum Sushi oft eingelegter Ingwer (Gari) als Beilage gereicht. Vor Einführung der Chilischoten aus Amerika war Ingwer in Asien das einzig verwendete bzw. verfügbare scharfe Gewürz.
Nicht nur bei den Köchen ab 55 plus darf heutzutage Ingwer nicht fehlen, egal ob Suppe, Fleisch oder Saucen, Ingwer wird in allen Variationen in den Speisen verarbeitet. Auch als süße Variante in Form von Ingwerplätzchen oder Ingwermarmelade ist sie nicht zu verachten! Mitte des vergangenen Jahrhunderts war die flüssige Form, das Ingwerbier (Ginger-Ale), sehr verbreitet.
Besonders für die Menschen ab 50 plus ist Ingwer als Heilpflanze geeignet. Sie wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und anregend auf den Magensaft, die Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion, fördert die Durchblutung, gilt als Aphrodisiakum und schützt vor Erbrechen. Manche Segler schwören darauf, dass die gefürchtete Seekrankheit durch den Ingwergenuss gemildert oder sogar vermieden werden kann. Erwiesen ist, dass Ingwer die durch die Anästhesie verursachte Übelkeit nach Operationen verringert. In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ingwer auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen verordnet und das nicht nur bei der 50 plus Generation.
Rezept: Karottenschaumsuppe mit Sellerie und Ingwer
Zutaten (für 4 Personen):
1 kg Karotten
1/2 Knolle Sellerie
2 mittlere Kartoffeln
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
1 Suppenwürfel
Ingwer
Schlagobers
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Karotten, Sellerie und Kartoffeln von der Schale befreien. Das Gemüse in Würfel schneiden und mit den Knoblauchzehen in einen Topf geben, Wasser aufgießen bis das Gemüse bedeckt ist. Nach dem Aufkochen ca. eine halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. In der Zwischenzeit die klein gehackte Zwiebel in ein wenig Butter anschwitzen. Das gekochte Gemüse mit der Zwiebel, dem Suppenwürfel und Schlagobers verwenden mit dem Mixstab pürieren. Das Püree mit dem Gemüsewasser aufgießen. Den frisch, geschälten Ingwer reiben und in die Suppe geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eventuell mit Chili verfeineren.
Mit Créme fraiche und Petersilie garniert servieren.