Diese Kaffeerarität ist mit einer der teuersten Kaffees der Welt neben dem Kopi Luwak. 1839 begann die Geschichte des St.Helena Kaffees. Die Kaufleute der Firma Burnie & Co hatten eine Probe des Kaffees erhalten und waren sehr angetan von diesen Kaffeebohnen. Dieser glückliche Umstand ist jedoch Kapitän Philips zu verdanken, der im Jahre 1733, genau genommen am 10. Februar Kaffeesamen von einem Frachter der Houghton im Yemen holte. Diese wurden nach St. Helena gebracht und an verschiedenen Stellen gepflanzt. Jedoch wurde diese nicht gehegt und gepflegt, sondern vernächlässigt. Erst durch den herrischen Napoleon Bonaparte erfuhr dieser Kaffee wieder Aufmerksamkeit. Und zwar als auf der Insel von 1815 bis 1821 eingesperrt war. Im Jahre 1845 wurde der Kaffee in London auf den Markt gebracht als einer der teuersten auf der Welt. Einige Jahre später sendete G.W. Alexander zur großen Ausstellung 1851 in London einige Bohnen dieses exzellenten Kaffees, was mit großem Beifall begrüßt wurde. Doch irgendwann verschwand dieser Kaffee irgendwie wieder.
Die endgültige Auferstehung und bis heute anhaltend erlebte St. Helena im Jahre 1986 durch David. R. Henry. Während eines Besuches auf der Insel trank er eine Schale dieses aussergewöhnlichen, exzellenten Kaffees und fortan war es um ihn geschehen. Man könnte fast sagen, Liebe auf den ersen Schluck. Für Henry war im Prinzip klar, das er auf dieser Insel leben wollte und diesen Kaffee hegen und pflegen möchte. Insgesamt 8 Jahre verwendete er für Forschungen und Entwicklungen welche die bestmöglichsten Wachstumsmöglichkeiten sind, für dieses Kleinod. Und er hat es geschafft. Die Bewohner der Insel sind mit Herz und Verstand dabei. Es wird auch nur biologischer Dünger verwendet, sprich Guano. Da dieser sehr reich an natürlichen und mineralischen Wertstoffen ist, ist er natürlich gerade richtig. Der Dünger wird von den Mitarbeitern praktisch eingesammelt und wieder in den natürlichen Wachstumskreislauf gebracht.
Soviel Engagement und Enthusiasmus verdient Beachtung. Jedoch der Kaffee nach dem Rösten noch viel mehr.
Gerade in der heutigen Zeit ist doch wichtiger den je, das Kostbarkeiten bewahrt werden. Es gibt nichts schöneres als einen exzellenten Kaffee zu genießen. Der zu dem auch noch säurearm ist und somit sehr verräglich. Viele werden jetzt denken, klar Kaffee der teuer ist, muss auch viel Geld kosten. Stimmt nicht. Auch preiswertere Kaffees können sehr bekömmlich sein. Vielmehr Kaffee ist nun mal ein Naturprodukt, besser gesagt ein Geschenk der Natur, warum wird es dann nicht zu schätzen gewisst? Denn alleine die Röstung ist massgebend, was aus einem Kaffee wird. Verbrannt und leerschmeckend oder mit einem gehaltvollen Körper mild, würzig, mit verschiedenen Noten, die durch die schonende Röstung erhalten bleiben und solche Schätze dadurch nicht verloren gehen.