Bei den meisten aktuellen Angeboten für Neukunden wird beim Girokonto die Kontpführungsgebühr erlassen. Da fragt man sich als Verbraucher, warum das Erlassen der Kontoführungsgebühr überhaupt ein Verkaufsargument ist - sollte das nicht grundsätzlich so sein? Verdient die Bank nicht genug an den Einlagen und Krediten der Kunden? Und gibt es überhaupt noch Banken mit Kontoführungsgebühren?Um direkt auf letztere Frage einzugehen: fast alle haben Kontoführungsgebühren, auch und gerade diejenigen Anbieter, die damit werben nun keine Kontoführungsgebühren mehr zu verlangen. Beispiel: Commerzbank. Hier wird in der Werbung lautstark von "Ideen nach vorn" gesprochen, davon die Kontoführungsgebühren einfach abzuschaffen. Weit gefehlt jedoch, wenn man sich die Realität ansieht: eine halbtags tätige Frau im Einzelhandel kommt in der Regel nicht auf die geforderten 1.000 EUR monatlichen Geldeingangs, der vorhanden sein muß, damit das Konto keine Gebühren kostet. Zweites Beispiel: comdirect. Auch hier wird mit kostenloser Kontoführung geworben, aber die Direktbank-Tochter der Commerzbank übernimmt auch in diesem Fall die Konditionen der Muttergesellschaft und auch hier bekäme die halbtags tätige Angestellte im Einzelhandel kein gebührenfreies Girokonto.
Ein weiteres Beispiel ist die Postbank, hier werden sogar 1.250,- EUR monatlicher Geldeingang gefordert um die Kontoführung kostenlos zu halten. Anderenfalls (wieder das obige beispiel der halbtags tätigen Verkäuferin) fallen satte 5,90 EUR Kontofühungsgebühren an.
Ein kostenloses Girokonto, ein Konto wirklich ohne Gebühren, gibt es aktuell allenfalls von der Norisbank - das Norisbank Girokonto ist kostenlos ohne Sternchen...