Der Verbraucherkredit ist inzwischen - neben vielen anderen Kreditvarianten - zur spontanen Bedarfsdeckung völlig selbstverständlich geworden. Ansparzeiten müssen nicht hingenommen werden und Sonderangebote können durch die Aufnahme eines Kredites spontan genutzt werden. Eigentlich doch sehr gut. Allerdings sollte die Spontaneität beim Verbraucher nicht soweit gehen, dass das erstbeste Kreditangebot akzeptiert wird, um Zeit und Mühe zu sparen. Banken kämpfen heute um Kunden, weil der Kredit eben die effektivste Einkommensquelle ist. So werden die Kreditinstitute mit ihrer Werbung um den Kunden auch sehr kreativ. Und genau hier sollte der Verbraucher die Augen offen halten und nicht das auf den ersten Blick eindrucksvollste Angebot sofort akzeptieren.
Der Kreditvergleich sollte inzwischen vor jeder Kreditaufnahme stehen. Als Basis eignet sich hier ein Kreditangebot der Hausbank, die auch schon das Girokonto führt. Ganz klar sollte dem Berater aber gemacht werden, dass es sich lediglich um eine Angebotseinholung handelt und eine spontane Kreditaufnahme sicherlich nicht zu erwarten ist. Der Kunde ist zwar Antragsteller - aber eben auch gleichwertiger Geschäftspartner. Als solcher sollte jeder Verbraucher selbstbewusst Angebote vergleichen.
Mit dem Angebot der Hausbank lassen sich nun auf dieser Basis gut weitere Kreditangebote einholen und in Ruhe zu Hause vergleichen. Geht ein Kunde gut informiert in das Gespräch und macht auch gleich klar, dass er nicht spontan und dringend Geld benötigt, sondern Zeit und Muße für die richtige Wahl mitbringt, lassen sich bei den Banken sicherlich noch einige Optionen für den Vertrag aushandeln, die ein Antragsteller mit wenig Hintergrundinformation und dringendem Kreditbedarf sicherlich nicht vereinbaren kann. Der Kreditvergleich dient letztlich nicht nur der Einholung von Informationen sondern auch der Stärkung der Position des Antragstellers im Gespräch mit der Bank. Die Hausbank kann dann eventuell, vor dem Hintergrund des Wettbewerbs, letztlich der richtige Partner sein.