Vor etwa zehn Jahren begann Deutschland mobil zu telefonieren. Alle wollten dabei sein: Frauen, Männer, Teenies und Senioren. Die Freiheit von festen Stationen und Telefonkabeln brachte eine ganz neue Unabhängigkeit. Dass die Handys noch verhältnismäßig groß waren und die Displays keine besondere Qualität aufwiesen, störte niemanden. Wichtig für die Handykunden war das Telefonieren, immer und (fast) überall.
Heute kann ein Handy viel mehr. Und was möglich ist, möchte man auch haben. Das erstrebenswerte Handy für Kids muss jetzt einen MP3-Player enthalten und ein Farbdisplay für die neuesten Games. Fotografieren mit dem Handy möchten auch die Großen und nicht nur die Bundeskanzlerin kriegt gerne eine SMS. Für Studenten, Manager und Mütter ist das Handy zur unverzichtbaren Datenbank und Hilfe bei der Terminverwaltung geworden. Ältere Leute schätzen die Sicherheit, von überall her einen Notruf starten zu können.
Die Handys mit ihren vielfältigen Möglichkeiten haben inzwischen alle unsere Lebensbereiche durchdrungen und wesentlich verändert. Sie sind nicht mehr weg zu denken. Einen Stillstand in der Entwicklung weiterer Raffinessen gibt es bislang nicht. Er wird auch gar nicht angestrebt, weder von den Herstellern, die durch immer neu geweckte Wünsche den Absatzfluss aufrecht erhalten, noch von den Kunden, die durch bessere und schickere Geräte mit Handyvertrag um Weihnachts- und Geburtstagsgeschenkideen nicht verlegen sein müssen.
Die Handys werden kleiner oder für Senioren auch wieder größer und leichter zu bedienen. Sie werden bunter oder eleganter. Die Digitalfotos bekommen höhere Auflösungen. Die Akkus werden leistungsstärker, die Spiele interessanter, die Handys unentbehrlicher.