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Artikel » Haus & Familie Raku Keramik |
Raku-Yaki, im Westen normalerweise nur Raku genannt, ist eine Keramik-Technik die untrennbarer Bestandteil der eng mit dem Zen-Budhismus verbundenen japanischen Teezeremonie (Chanoyu) ist. Der Name und die Ursprünge von Raku reichen in das Japan des sechszehnten Jahrhunderts zurück. Der Gründer und Namensgeber dieser traditionellen Keramik-Tradition war Raku Chojiro. Gemeinsam mit dem berühmten Tee-Zeremonien-Meister Sen Rikyu, der die Chanoyu zu seiner letztlichen Ausprägung geführt hat, entwarf Raku Chojiro die dem Geist des Buddhismus entsprechenden Teeschalen. In der westlichen Welt ist die Technik der Raku Keramik erst relativ kurz, nämlich seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, bekannt. Das Besondere an Raku Keramik sind die schlichten Formen und die Oberflächen mit den typischen Raku Effekten. Diese kommen durch eine besondere Glasur und eine aufwendige Technik zustande, welche die partielle Schwärzung und die typischen feinverästelten Risse der Oberflächen bewirkt. Bei der Herstellung werden die Gefässe bei sehr hohen Temperaturen gebrannt, und nach dem eigentlichen Brennvorgang im noch rotglühenden Zustand mit leichtentzündlichen Materialien wie Stroh oder Sägespänen zusätzlich behandelt um die typischen Effekte hervorzurufen. Dabei entstehen feinen Sprünge und durch Kohlenstoff-Einlagerungen die Schwärzungen an den Bereichen der Oberflächen, die nicht glasiert wurden. Die Wärmeisolation von Raku Keramik ist aussergewöhnlich gut, was Raku auch in dieser Hinsicht ideal für Teeschalen macht.
| | | 23.09.2006 09:35:26 von |
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