Beim Erwerb eines Eigenheims oder beim Haubau muss die Frage der Finanzierung sorgfältig geprüft werden. Welche Finanzierung für den Immobilienkredit die beste ist, lässt sich nicht einfach pauschal beantworten. Dabei kommt es nicht nur auf möglichst günstige Finanzierungskonditionen, sondern auch auf den richtigen Finanzierungsmix an. Zudem spielen persönliche finanzielle Belastungen eine Rolle.Unabhängig von der Finanzierungsart sollte der zukünftige Eigenheimbesitzer mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtsumme als Eigenkapital angespart haben oder nachweisen können. Dahinter können sich dann auch Schenkungen auf dem Wege der vorweg genommenen Erfolge verbergen oder Eigenleistungen in Form einer Muskelhypothek. Die jetzt noch existierende Finanzierungslücke muss mit Fremdkapital, also mit Krediten, aufgefüllt werden. Zunächst gilt es hier zu ermitteln, mit welchem maximalen monatlichen Betrag Zins- und Tilgungszahlungen geleistet werden können. Steht dieser Betrag fest, kann man sich nach der besten Finanzierung umsehen.
Hypothekenkredite haben den Vorteil, dass man mit relativ niedrigen monatlichen Raten hohe Summen leihen kann. Wer mit nur einem Prozent Tilgung kalkuliert, zahlt bei einer Kreditsumme von 200000 Euro und einem Zinssatz von vier Prozent monatlich nur 833 Euro. Das entspricht in etwa der Miete für eine geräumige Wohnung. Der Nachteil dieser Finanzierung ist, dass man mindestens 40 Jahre abbezahlt. Zusätzlich zur Tilgung wird so noch einmal die gleiche Summe an Zinsen fällig. Es empfiehlt sich deshalb, hier entweder eine höhere Tilgungsrate zu wählen oder die Möglichkeit der Sondertilgung zu nutzen.
Der Bausparvertrag hat gegenüber dem Hypothekenkredit den Vorteil, dass die Darlehenssummen in der Regel nach neun Jahren abbezahlt sind, also mit einer wesentlich höheren Tilgungsrate gearbeitet wird. Im Umkehrschluss führt dies natürlich auch zu höheren monatlichen Belastungen. Als Vorteil bleibt die Zinssicherheit über den gesamten Tilgungszeitraum.