Christbaumschmuck aus Glas herzustellen ist ein sehr aufwendiger Prozess.Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird in Thüringen Christbaumschmuck aus Glas gefertigt.
Im Jahr 1847 soll ein armer Glasbläser, weil er sich teure Äpfel oder Nüsse nicht leisten konnte, auf die Idee gekommen sein, Kugeln aus Glas zu fertigen.
Am Anfang einer jeden neuen Figur steht immer die Idee des Künstlers. Nach den Vorstellungen des Designers wird eine Form aus einem keramischen Material gefertigt. In diesen keramischen Formen lassen sich besonders feine Ornamente blasen und die Form lässt sich oft und schnell hintereinander wieder verwenden.
Ist die Form Ausgewählt wird ein entsprechend großes Glasroh (der Kolben) über der Flamme bei 800°C, solange erhitzt bis das Glas zähflüssig geworden ist. Nun wird ein Ende des Kolbens versiegelt. Hat das Glas die passende Temperatur erreicht, kann der Glasbläser es in der Form einpassen. Während der Glasbläser die Form schließt muss er ständig in das offene Ende des Kolbens blasen, um die Form gleichmäßig auszufüllen.
Nach dem Abkühlen wird das Ornament von innen mit einer Silbernitratlösung verspiegelt.
Früher verwendeten die Glasbläser eine gesundheitsschädliche Legierung aus Zinn und Blei.
Durch die heute verwendete Nitratlösung erhält das Ornament aus Glas seinen strahlenden Schein.
Nachdem nun die Figur getrocknet ist, kann mit der aufwendigen Bemalung begonnen werden.
Zunächst erhält das Ornament durch ein Tauchbad seine Grundfarbe, sobald auch diese Grundfarbe getrocknet ist, werden die einzelnen Details von Hand gemalt.
Sind alle Farben vollständig getrocknet, wird abschließend der Glimmer aufgetragen.
Erst wenn die Figur vollständig bemalt ist, wird der Spieß abgeschnitten und der Aufhänger aus Metall aufgesetzt.
Und wieder kann eine neue Figur zur Weihnachtsdekoration hinzugefügt werden.