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Der Absolutismus und die uneingeschränkte Macht

Der Begriff stammt vom lateinischen "legibus absolutus", was soviel bedeutet wie "losgelöst von den Gesetzen". Allgemein gesehen ist der Absolutismus eine Staatsform, in der der Regent, meist König oder Kaiser, uneingeschränkte Macht über das Volk und sein Land hat.

Man kann den Absolutismus mit der heutigen Diktatur vergleichen, wobei jedoch der absolutistische Herrscher seine Macht durch die Erbfolge erhält und sich somit als durch die Gnade Gottes eingesetzt versteht.
Geprägt waren absolutistische Staaten sowohl von der Willkür des Herrschers, aber auch von wirtschaftlichem Aufschwung. Letzteres war vor allem nötig, um die enorme Geldsummen für das Hofleben der Fürsten oder das gewaltige Heer zu finanzieren. Erreicht wurde dies durch den Merkantilismus. In dieser Wirtschaftsform wurden Straßen gebaut, der Export gestärkt und Reformen in Wirtschaft, Verwaltung, Rechtswesen-und Steuerwesen durchgeführt. Der unter König Ludwig XIV aktive Finanzminister Colbert führte dies erstmals in Frankreich ein.
Im Absolutismus gab es keine Gewaltenteilung, schließlich handelte der Herrscher "als göttlicher Diener" und deshalb fallen Judikative, Exekutive und Legislative auf den Fürsten. Die Gesellschaft war in drei Stände eingeteilt: dem Klerus, dem Adel und der Bürger, Arbeiter und Bauern. Brutale Strafen wie Hinrichtungen, aber auch Folter und Tortur, die häufig zur Abschreckung gedacht waren, sind ebenso typisch für den Absolutismus.
Über die alleinige Herrschaft eines Monarchen und dessen Auffassung vom Regieren, schrieb auch Niccolò Machiavelli, er gilt u.a. als Begründer der theoretischen Wissenschaft der Politik. Er sah die Masse der Menschheit als im Grundsatz schlecht an, was den Grund dafür darstelle, dass eine Regentschaft durch Milde, Gnade und Umsicht gnadenlos scheitern würde, weil die Bevölkerung diese Tugenden nicht erwiedern würde. Er sah den Fürsten als befugt an, sein Wort zu brechen, wenn es zu seinem Nutzen geschieht oder die Gründe für dieses Versprechen nicht mehr geltend sind. Gleichzeitig muss er nach außen hin, Menschlichkeit, Redlichkeit und Frömmigkeit zeigen, sowie aber auch, vorausgesetzt der Fall macht es notwendig, dieses in sein Gegenteil kehren können.

Später wurde diese Form der Regierung allmählich durch eine gemäßigtere ersetzt, dem aufgeklärten Absolutismus. Hierbei wurde das Strafrecht gemildert, der Einfluss der oberen Stände, Adel und Klerus, sank, der Hofstaat wurde weitaus nüchterner gestaltet und Leibeigenschaft, Fronarbeit und die Staatsreligion wurde abgeschafft. Der aufgeklärte Fürst sah sich als "erster Diener des Staates" an.

15.07.2006 19:38:53 von AndreasD
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