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Christoph Kolumbus Entdecker ohne Wissen

Christoph Kolumbus ist jedem von uns als Entdecker Amerikas bekannt und als solcher ging er auch in die Geschichtsbücher ein. Damit setzte er sich klar gegen die Wikinger durch, die zwar als erste Europäer den amerikanischen Kontinent entdeckten und auch besiedelten, aber ihre Erkundungsfahrten waren im 15./16. Jahrhundert der Welt unerkannt.

Dabei wollte er, der im Auftrag des spanischen Königspaars Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon unterwegs war, keinen neuen Kontinent entdecken, sondern die Westroute nach Indien finden. Von dort und den Gewürzinseln bezog Europa zu dieser Zeit kostbare Gewürze wie Pfeffer, die kaum in Gold aufzuwiegen waren. Diese gelangten über den Landweg nach Europa, wo italienische Handelsstätte ein Monopol auf die Einfuhr der Gewürze hatten. Ein sehr lukratives Monopol für damalige Zeiten.

Christoph Kolumbus, der sich von den Theorien und Erkenntnissen antiker Gelehrter inspirieren ließ, kam auf die Idee einen direkten Seeweg nach Indien über die Westroute zu finden. Mit dieser Idee warb er zunächst in Portugal um Unterstützung. In Portugal war der König zwar sehr interessiert daran, einen Seeweg nach Indien zu finden. Zu diesem Zweck waren Schiffe in seinem Auftrag immer weiter entlang der Küste Afrikas auf Erkundung gegangen. In Portugal war man sich sicher, so einen Seeweg zu den begehrten Gewürzinseln zu finden, was sich auch wenige Jahre später bewahrheitete. Daher fand der Wunsch von Christoph Kolumbus nach finanzieller Unterstützung keine Berücksichtigung, so dass er weiter nach Spanien zog. Aber auch hier war die Gelegenheit nicht günstig, da sich das spanische Königspaar mitten in der Reconquista, der Rückeroberung Spaniens von der Maurenherrschaft befand. Christoph Kolumbus bewies Geduld und diese machte sich 1492 nach dem Fall von Granada, der letzten maurischen Bastion auf spanischen Grund, bezahlt. Christoph Kolumbus erhielt Schiffe und Ausrüstung, ihm wurde eine Gewinnbeteiligung und Ehrenämter zugesichert, sollte es ihm gelingen, den Seeweg nach Indien zu finden. So sollte er Vizekönig der entdeckten Gebiete werden und in den erblichen Adelsstand erhoben werden.

Am 12. Oktober 1492, nach über zwei Monate langer Fahrt, entdeckte Christoph Kolumbus dann endlich Land. Da sich vor Indien oder Japan glaubte, waren es für ihn die Westindischen Inseln, die er entdeckte, spätere Ureinwohner nannte er auch prompt Indianer und bis zum Ende seines Lebens im Jahre 1506, glaubte er den Seeweg nach Indien gefunden zu haben. Insgesamt vier Fahrten unternahm er und bei jeder suchte er weiter nach Indien. Zwar gab es schon zu Lebzeiten des Entdeckers kluge Köpfe, die erkannten, dass der Seefahrer eine Neue Welt für Spanien entdeckt hatte, aber es dauerte bis nach dem Tod des Entdeckers bis der Karthograph Amerigo Vespucci entdeckte, dass es sich um einen neuen Kontinent handelt und sich diese Erkenntnis auch durchsetzte. So kommt es, dass Christoph Kolumbus als Entdecker Amerikas in die Geschichtsbücher eingegangen ist, vielleicht hatte er es geahnt, dass es sich um eine neue Welt handelte, die Ehre, dass diese nach ihm benannt wurde, entging ihm. Diese wurde Amerigo Vespucci zu teil.

26.12.2006 21:03:10 von kassandra70
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