Der Brief an die Epheser stellt eines der Bücher innerhalb des Neuen Testamentes dar. Verfasser ist der Apostel Paulus, der für insgesamt dreizehn neutestamentliche Briefe verantwortlich zeichnet. Der Brief wurde etwa 60 n.Chr. wahrscheinlich aus der Gefangenschaft von Rom aus verfasst. Paulus war der Gründer der christlichen Gemeinde in Ephesus. Etwa zehn Jahre nach der Gemeindegründung schrieb er diesen Brief. Der Epheserbrief ist der unpersönlichste der paulinischen Schriften. Tatsächlich fehlen die Worte „den Heiligen in Ephesus“ in den besten Handschriften. In Kolosser 4,16 wird ein Brief an Laodizea erwähnt. Man vermutet, dass der Brief, der bekannt ist als der Epheserbrief, der Brief an Laodizea ist. Möglicherweise wurde er nach Ephesus und Laodizea geschickt, ohne dass er an eine besondere Gemeinde gerichtet war. In diesem Falle wäre der Brief ganz allgemein an alle an Jesus Christus Glaubenden gerichtet. Dies wird durch den Inhalt des Briefes bestätigt, denn das Thema ist die Gemeinde im Allgemeinen in ihrer Funktion als der Leib Christi. Jeder Gläubige stellt also einen Teil innerhalb des Gesamtleibes dar, dessen Haupt Christus ist.
Vom Stile her ist der Brief sehr lieblich und erhaben. Er beschreibt majestätisch die alleinige Gnade Gottes, aufgrund der ein Christ errettet ist, es sind also nicht die Werke oder Taten, die man zur Erlösung beisteuern könnte. Auch wird betont, dass in Christus sowohl die Juden als auch die Gläubigen aus den Nationen vereint sind. Entsprechend sollte der Wandel der Glaubenden sein.
Im sechsten Kapitel des Epheserbriefes wird sehr eingehend der Kampf eines Christen in dieser Welt beschrieben. Es seien nicht Menschen, sondern Gegner aus dunklen geistlichen Gefilden, die den Christen das Leben schwer machen. Paulus beschreibt am Ende seines Briefes Schutzmöglichkeiten gegen diese Angriffe, insbesondere sind dies das Vertrauen auf Gott und sein Wort.
Eckart Haase
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