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Die Religion der Azteken und anderer Mesoamerikanischen Indianer

Die Azteken lebten um das 14. Jahrhundert in Südmexiko und Guatemala am Texcocosee in der Hauptstadt Tenóchtitlan. Sie kamen von ihrem Gott geführt aus dem Norden und übernahmen das Reich und einige Riten der vorher ansässigen Tolteken (diese wiederum von den Olmeken).
Ihre Götter waren Huitzilopochtli (oberster und Kriegsgott), Quetzalcoátl (die gefiederte Schlange, von allen umgebenden Völkern angebetet, zuständig für Wind, Himmel und Wiedergeburt), Tlaloc (Regen- und Donnergott), Coyolxauhqui (die Schwester Huitzilopochtlis), Mictlantecutli (Gott der Unterwelt) und Tlatzolteotl (Gott der Reinigung und des Unrats). Alle Götter stammen von Ometecuhtli und Omecuiatl, den Göttereltern ab.
Bei ihnen herrschte ein Wiedergeburtsglaube je nach ihrem Stand (gestorbene Krieger wurden als Kolibris wiedergeboren); außerdem wurden Tier- und viele Menschenopfer für Huitzilopochtli vollzogen, damit dieser die Sonne jeden Tag aufgehen lässt (wovon es viele grausame, allerdings meist einseitige Schilderungen von Missionaren gibt). Geopfert wurden feindliche Krieger, Sklaven, Kinder und aztekische Krieger (aus Ehre), in dem ihnen mit einem Obsidian- oder Steinmesser das Herz ausgeschnitten wurde. Diese Opferung fand auf der Pyramide Huitzilopochtlis statt.
Die Tolteken waren mehr künstlerisch als militärisch begabt, ihre Riten waren aber ähnlich. Die Olmeken bauten (aus unbekannten Gründen) große Steinköpfe.
Die Mayastämme bestehen unter anderen aus dem Stamm der Maya, Quíche, Huasteken, Tzeltal, Chol, Cakchiquel und Pokonchi, ihre Hochzeit erlebten sie zwischen 300 und 900 nach Christus. Die Ruinenstädte Palenque, Chichén Itzá und Tikal waren ihre religiösen Zentren mit großen Pyramiden für Götterehrungen und teilweise auch Opfer (allerdings weitaus weniger als bei den Azteken). Die Pyramiden waren mit Schutt und Erde gefüllt, nur das Fundament war massiv.
Ihre Götter waren Hunab Ku (höchster Gott), Kukulcán (Gott des Windes und des Atems), Chac (Regengott) und Ah Ouch (Gott der Unterwelt).
Die Mayastämme glaubten an die totale Kontrolle der Götter, welche jede Handlung der Menschen kontrollieren und leiten.
Die Arawak lebten auf den Karibikinseln und im nördlichen Südamerika. Ihre Götterhierarchie war gleich aufgebaut wie ihr Gesellschaftssystem: Häuptlinge, Adlige, Krieger, Bauern und Sklaven.
Die Kariben besaßen weder ein Gesellschaftssystem noch eine wirkliche Religion, da sie als Einzelgänger lebten.
Die Inka waren die ersten Einwohner des südamerikanischen Gebietes, und zwar schon 11000 vor Christus. Sie eroberten ein reiches Gebiet (viel Meeresnahrung und Lamahaltung), in dem sich nach der Moche- und Nazcakultur das große Inkareich von der Hauptstadt Cuzco aus gründete. Herrscher des Stammes war der sogenannte Inka. Der oberste Gott (dessen Vertreter der Inka ist) heißt Viracocha (Schöpfer und Beherrscher aller Lebewesen). Die Inka hatten zahlreiche Zeremonien für alltägliche Zwecke, selten auch Menschenopfer und bauten Pyramiden im Urwald.

GEMEINSAMKEITEN DER MESO- UND SÜDAMERIKANISCHEN INDIANER


• Pyramidenbau zu religiösen Zwecken
• große architektonische Leistung trotz Fehlen von Lasttieren und Wagen
• Menschenopfer zu religiösen Zwecken
• Vielgötterreligion

20.08.2006 17:58:54 von derjesko
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