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Artikel » Kunst & Kultur Morris und sein Comic von Lucky Luke |
Schon seit über 50 Jahren bezaubert uns ein Cowboy mit seinen Storys über den Kampf zwischen Ganoventum und Gerechtigkeit im wilden Westen, die voller Witze und Klamauk, tiefen Gefühlen, Treue und wahren Freundschaften handeln: Lucky Luke, der Held mit der ewig brennenden Zigarette im Mund, der nun allerdings auch im Zuge der Zeit mit dem Rauchen aufgeben musste und seitdem ständig auf einem Grashalm kaut. Lucky Luke ein Held, wie er cooler nicht sein könnte und der, wie jeder weiß, schneller zieht als sein Schatten. Doch wer war es, der diesen witzigen und tollkühnen Held überhaupt in unseren Alltag gebracht hat? Der Name des Zeichners dieser hervorragenden Comics ist uns etwas weniger geläufig als der seines berühmten Revolverhelden: Der geistige Vater von Lucky Luke ist Maurice de Bevère, bekannter unter seinem Künstlernamen Morris. Maurice de Bevère wurde am 1.12.1923 in Courtrai, einem flämischen Teil Belgiens geboren. Nach eigenen Aussagen wuchs er dort unbeschwert und glücklich auf, hatte eine Kindheit, die man wirklich glücklich nennen konnte. Bereits in seinem 20. Lebensjahr widmete er sich dem Zeichnen von Cartoons und konnte eine Arbeit bei einem Trickfilmstudio mit dem Namen C.B.A. finden. Schon 1945 aber zeichnete er eigene Comics für das Magazin Le Moustique und tastete sich langsam an die Figur heran, die ihn berühmt werden lassen sollte. Zwei Jahre zeichnete er dann erste kurze Geschichten mit dem coolen Cowboy Lucky Luke, dessen Grundthema ihn selbst so faszinierte, dass er lange Forschungen über den Wilden Westen anstellte. Dazu reiste er für sechs Jahre in die USA, wo er Rene´ Goscinny kennen, der spontan für Morris die Lucky Luke Episode „Lucky Luke et Pilule“ textete. In den nachfolgenden Jahren bis 1978 schrieb Goscinny alle weiteren Texte für Morris und brachte besonders das satirische in dem Comic zur Geltung, was Morris eigentlich nie vorgehabt hatte. Seine Figuren passten aber hervorragend zu diesem Konzept, weil sie nicht selten perfekte Karikaturen seiner Zeitgenossen waren. Von 1968 an stellte Morris Lucky Luke in die Zeitschrift Pilote, die Goscinny mit gegründet hatte und die eher eine erwachsene Leserschaft zur Zielgruppe hatte. Auch dadurch gelangte Lucky Luke zu seiner hohen Popularität, die Morris 1974 für ein eigen gegründetes Lucky Luke-Magazin nutzte. Die monatliche Ausgabe wurde jedoch schon nach einem Jahr wieder abgesetzt, weil das Geschäft nicht wirklich gut laufen wollte. Bald darauf erschien Lucky Luke in verschiedenen anderen Zeitschriften. Heute zählt Lucky Luke zu den populärsten Comic-Serien Europas und wurde Lucky Luke auch mehrfach verfilmt.
| | | 22.09.2007 17:28:01 von |
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