Datum: 01.08.2010, 10:41:06 Uhr 
 
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Bilderrahmen und Passepartouts für die schöne Einrahmung

Seit einigen Jahren gibt es den Trend, Bilder und Motive ohne Bilderrahmen an die Wand zu hängen, sie etwa mit einem rahmenlosen Bildhalter unter Bilderglas auszustellen oder sie einfach auf einen Keilrahmen gespannt ohne Bilderrahmen an die Wand zu hängen. Die sogenannten Leinwandbilder oder Keilrahmenbilder können gewissermaßen als Antithese zu den überbordenden, bemalten Bilderrahmen, einem Trend aus den 1990er Jahren, gesehen werden. In den 1990er Jahren erfreuten sich die handbemalten Unikatrahmen, die individuell auf das Motiv abgestimmt waren, außerordentlich großer Beliebtheit. Diese Unikatrahmen werden immer noch angeboten und erfreuen sich weiterhin einiger Beliebtheit, allerdings sind skulpturenartige Leinwandbilder, die schlicht daherkommen, mittlerweile beliebter. Dieser Trend, nennen wir es „Skulpturalismus“ bei Bildern, kommt vor allem aus dem Bereich der Innenarchitektur und dem Wunsch, einfachen, klassischen Wohndesigns, auch durch die expressiven Keilrahmenbilder, zu mehr Geltung zu verhelfen. Entsprechend werden diese Leinwandbilder bei Ausstellungen in Möbelhäusern gerne verwendet, wodurch sich diese zu einem Trend entwickeln konnten. Es versteht sich von selbst, dass es sich hierbei nicht um einen von der Branche Bild + Rahmen inszenierten Trend handeln kann, schon gar nicht von der Bilderrahmenindustrie.

Die Bilderrahmenbranche reagierte auf diesen „Angriff“, indem sie sich auf die Produktion von modischen Schattenfugenrahmen stürzte. Früher wurden diese Rahmen vor allem in schlichtem Schwarz oder Weiß angeboten, zum Teil mit Vergoldung. Heute gibt es sie in vielen Farben und Profilen und sie können sich mittlerweile gut behaupten und gelten wieder als modern. Der Clou bei diesen Rahmen ist, dass die Ölgemälde und Keilrahmenbilder in diese Rahmen „gelegt“ werden. Bilder wirken darin, als würden sie schweben, sie bekommen einen Touch von Dreidimensionalität, was deren Wirkung immens unterstützt.

Abgesehen davon sind Bilderrahmen natürlich immer noch die bevorzugte Variante, beliebte Motive einzurahmen. Für Originale kommt nur ein Bilderrahmen infrage, denn erstens würde etwa ein rahmenloser Bildhalter die Wertigkeit des Originals nicht unterstreichen, zweitens fällt bei einem ungerahmten Original die zweite, wesentliche Funktion des Bilderrahmens weg: nämlich den, das Original zu schützen.

Grundsätzlich sind einige Gedanken beim richtigen Bilderrahmen zu beachten: bei eher kleinformatigen Aquarellen, Stichen, Urkunden oder Gemälden auf Karton sollte ein schönes, hochwertiges Passeparout verwendet werden, dass säurefrei ist und das Original auch nach vielen Jahren nicht beschädigt. Durch den dadurch entstehenden Abstand zum Bilderrahmen, aber auch vor allem zum Bilderglas kann das Bild in zweifacher Hinsicht „atmen“: einerseits wirkt es besser, andererseits bleibt das Motiv geschützt bei Schwankungen der Luftfeuchtigkeit im Raum.

Bei großen Bildern kann, je nach Motiv und Art des Kunstwerks, ein breiter Holzrahmen oder ein schmaler Aluminiumrahmen verwendet werden. Es ist eigentlich erstaunlich, wie schön ein Barockrahmen oder ein echtvergoldeter Modellrahmen bei einem modernen und abstrakten Ölgemälde wirkt. Bei einer großformatigen Grafik kann ein eleganter Aluminiumrahmen, eventuell mit Passepartouts, je nachdem, wie groß das Motiv ist, einen fantastischen Eindruck machen. Anders als vielleicht bei dem Ölgemälde und einer barocken, überbordenden Einrahmung wirkt gerade hier die schlichte Eleganz des Aluminiumrahmens überzeugend und wird zum absoluten Blickfang.

Festzuhalten bleibt: Bilderrahmen sind nach wie vor die schönste Art, Kunstwerke zu präsentieren. Auch wenn es modisch ist, Bilder ohne Bilderrahmen an die Wand zu hängen und es hier schöne Beispiele von „Bilderskulpturen“ gibt: richtig wirken und gut geschützt sind Bilder erst mit einem schönen Bilderrahmen.

25.12.2007 22:16:11 von peter274
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