Das Gedicht
Seit der Erfindung der Schrift hat sich diese in viele Formen weiter entwickelt, sodass auch irgendwann die Lyrik entstanden ist, welche auch gemeinhin als Gedichte bezeichnet wird, wobei dies nicht die einzigste Ausdrucksform der Lyrik ist.Dennoch sind Gedichte natürlich ein wichtiger Teil und gehören in beinahe jede Kultur. Wie schon erwähnt, die Lyrik und damit auch die Existenz von Gedichten gibt es schon beinahe so lange, wie es auch die menschlichen Kulturen gab, sodass schon nachweislich die alten Hochkulturen wie die Perser und Babylonier, aber natürlich auch Römer und Griechen, diese Art des sprachlichen Ausdruck. Noch älter als die geschriebene Dichtung ist natürlich die gesungene und gesprochene Dichtung, welche natürlich besser verbreitet werden konnte, da nur wenige Menschen die Schrift beherrschten und somit weder Lesen noch Schreiben konnten.
Auch die deutsche Dichtung kann lange zurück verfolgt werden, spätestens aus dem frühen Mittelalter gibt es die ersten überlieferten Werke deutscher Gedichte, welche zu dieser Zeit vor allem sehr christlich geprägt waren. Dem folgte dann der Minnesang und die Spruchdichtung, welche zweifelsfrei als eine Form der Liebeslyrik bezeichnet werden kann.
Dieser Form der Dichtung folgt dann aber schnell wieder der Kirchenlyrik, welche vorallem im 15. und 16. Jahrhundert durch prägende Personen wie Martin Luther auftrat. Dem wiederrum folgte die wohl berühmteste Epoche der deutschen Dichtung, denn im 18. Jahrhundert gab es herausragende Dichter wie Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe, deren Werke heute noch berühmte Klassiker sind.
Abgelöst wurde diese Dichtkunst von der Romantik mit Vertretern wie Friedrich Hölderlin und daraufhin der poetische Realismus. Die moderne Dichtkunst aus dem 20. Jahrhundert behandelt natürlich viele zeitgenössische Themen der Politik, wie etwa Gedichte aus der Trümmerliteratur.