Das Kartenlegen, die so genannte Kartomantie (Kartenlegekunst), ist ein Teilbereich der esoterischen Zukunftsdeutung und seit je her eine Möglichkeit der Wahrsagung. Eine gute Kartenlegerin (früher auch Kartenschlägerin genannt) ist in der Lage, mit Hilfe eines Spielkartendecks über Situationen, Personen und Zukunft etwas aussagen zu können, ohne vorherige Auskünfte des Fragestellers zu benötigen. Erfahrene Kartenleger und Kartenlegerinnen, schaffen es, durch richtiges Deuten der Karten, einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu werfen. Wer die Karten und die Bilder richtig zu deuten weiß, und diese durch Intuition und Erfahrung in den richtigen Zusammenhang bringen kann, sieht das Kartenblatt sozusagen als eine „wahre Geschichte“.
Welche Kartendecks gibt es und wie sind die Unterschiede?
Das Tarot, die Lenormand- oder Kipperkarten sind den meisten namentlich am geläufigsten. Aber auch Skat- oder Schafkopfkarten werden zur Zukunftsdeutung verwendet. Die Karten sind ursprünglich normale Spielkarten gewesen, nichts desto trotz, werden diese heute auch zum Kartenlegen genutzt.
Tarotkarten werden häufig auch "Das Buch des Schicksals" genannt. Tarotkarten beantworten Fragen nach bestimmten, aktuellen und zukünftigen Handlungen. Tarotkarten ergründen die Energie, die in einem bestimmten Zeitraum auf ein Vorhaben wirkt. Es wird geklärt ob diese Energie das Vorhaben erschwert oder begünstigt. Zudem können wir aus dem Tarot lesen, wie unser Schicksal zufriedener oder glücklicher durch einen selbst gemeistert werden kann.
Die Lenormand-, Kipper-, und Skatkarten hingegen, sind die Gebräuchlichsten unter allen Wahrsagespielen. Durch ihre einfache und doch klare Symbolsprache ist man mit den Lenormandkarten zum Beispiel, in der Lage, alle Bereiche des Lebens allgemein zu hinterfragen. Zusätzlich können Zeitabschnitte eingegrenzt werden.
Die Deutung der Kartenspiele
Jede Karte aus den genannten Kartendecks hat eine eigene Bedeutung! Jedes Sinnbild einer Karte steht für eine persönliche Eigenschaft, eine Person, ein Erlebnis oder auch einer zeitlichen Begrenzung. Hier ist bei jedem einzelnen Kartendeck, ob bei dem Tarot, den Skat- oder Kipperkarten, die Zuordnung anders zu sehen. Die Tarotkarten zum Beispiel, beziehen sich sehr auf seelische und charakterliche Eigenschaften und gehen dabei stark in die Tiefe. Lenormand, Kipper- und Skatkarten hingegen zeigen eher aktuelle oder zukünftige Ereignisse und sind im Großen und Ganzen sehr sachlich.
Wie man sieht, Kartenlegen ist nicht immer gleich Kartenlegen.
Kartenlegen ist eine Wissenschaft
Durch Erfahrung und Selbsterkenntnis kann das Kartenlegen von fast jedem erlernt und gefestigt werden. Anfänger jedoch sollten mit den Lenormand oder Kipperkarten beginnen, da hier die Sinnbilder der einzelnen Karten fixierter sind, als zum Beispiel bei den Tarotkarten.