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Artikel » Kunst & Kultur Die Shisha erobert Deutschland |
Shisha rauchen ist etwas für Genießer. In Teestuben und Kaffeehäusern, in Palästen und Tempeln genauso wie in Einfamilienhäusern und Mietswohnungen. Längst greifen nicht mehr nur die arabischen und türkischen Raucher zur blubbernden Wasserpfeife, sondern auch deutsche Genussraucher aller Altersstufen. Inzwischen gibt es unzählige Shisha-Cafes und Bars, in denen man in gemütlicher Runde dem orientalischen Genuss frönen kann. Ein Unterschied zur traditionell arabischen Variante des Shisharauchens besteht allerdings: Dort ist der Besuch eines Wasserpfeifenlokals zwar ein selbstverständlicher Bestandteil des Kulturlebens - das allerdings nur für Männer, die dabei auch noch auf drei ganz entscheidende Dinge verzichten müssen, die dem Shisha-Genießer hierzulande wohl unabkömmlich sein dürften: Alkohol ein schickes Ambiente – und auf weibliche Gesellschaft; das wäre den deutschen Wasserpfeifenfans dann wohl doch zu authentisch. Viele legen sich einfach eine eigene Shisha zu, um zuhause im Kreis von Freunden einen gemütlichen Abend mit den verschiedenen fruchtigen Tabaksorten, die momentan im Handel sind. Auch wenn sich da die Geister erneut scheiden – traditionell wurde eher neutraler Tabak, der vom Geschmack her dem Zigarettentabak ähnelt, geraucht, den man teilweise direkt mit einer brennenden Kohle bedeckte und rauchte. Den modernen Shisharauchern war das auf Dauer wohl zu stark, deswegen wurde die klassische arabische Wasserpfeife um ein Sieb (beziehungsweise Alufolie) erweitert.
| | | 11.05.2007 12:39:38 von |
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