Was ist Osteopathie?
Osteopathie bezeichnet eine ganzheitliche Form der Komplementärmedizin, die den Menschen mit den Händen untersucht und behandelt (manuelle Medizin). Mit gezielten Untersuchungs-/ und Behandlungsgriffen sucht man bestehende Spannungen, Blockierungen und Verklebungen und behandelt diese durch entsprechend sanfte Techniken.Hauptziel der Osteopathie ist, die Selbstheilungskräfte des Menschen zu stimulieren und eine Beschwerdefreiheit zu erreichen.
Einschränkungen, d.h. osteopathische Dysfunktionen, können in allen Funktionskreisen des menschlichen Körpers liegen. Osteopathisch unterteilt man den Körper in drei große
Teilbereiche:
1.Der Bewegungsapparat (parietale Osteopathie)
2.Die inneren Organe (viscerale Osteopathie)
3.Das Schädel-Kreuzbein-System (craniosacrale Osteopathie).
Die Ganzheitlichkeit wird durch die wechselseitige Beeinflussung aller dieser Systeme ausgemacht. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz untersucht und behandelt man eine Problematik ursächlich, und gibt sich nicht mit der symptomatischen Linderung eines Symptoms zufrieden.
Was ist Osteopathie für Kinder?
In der Kinderosteopathie werden die osteopathischen Grundprinzipien und die osteopathische Philosophie auf den Bereich der Pädiatrie (Kinderheilkunde) übertragen. Die besonderen Fähigkeiten eines Kinderosteopathen liegen zum einen im umfassenden Grundlagenwissen der Kinderheilkunde, zum anderen in den besonders feinfühligen Untersuchungen und Behandlungstechniken der kleinen Babys und Kleinkinder. Basiswissen in der Kinderosteopathie beinhaltet das Wissen um die Stadien der motorischen Entwicklung, die verschiedenen kindlichen Erkrankungen, Wachstumsabweichungen aber auch die verschiedenen Variationen der Norm.
Da Babys und Kleinkinder noch wenig festes Gewebe besitzen, ist deren Gewebe auch noch sehr störanfällig. Aus diesem Grund kommen überwiegend weiche Fluidische (die Flüssigkeiten betreffend) und Biodynamische Techniken zur Anwendung (Biodynamische Osteopathie, Biodynamik).
Was ist Osteopathie für Frauen?
Die besondere Anforderung an die Osteopathie im Bereich der Frauenheilkunde ist, dass der weibliche Organismus einem komplexen Wechselspiel der Hormone unterliegt. Dieses ist sehr sensibel und anfällig für körperliche, vegetative und psychische Einflüsse. Die große Tragweite solcher Funktionsstörungen zeigt sich in häufig vorhandenen diffusen Symptomen, unter denen viele Frauen leiden. Darunter fallen z.B. Bauchschmerzen, Unterleibskrämpfe, Unterleibsschmerzen, Kontaktschmerzen, Regelschmerzen/ Menstruationsstörungen. Diese werden von der Schulmedizin als „schicksalhaft“ hingenommen und allenfalls durch schmerzlindernde und krampflösende Mittel behandelt.
Innerhalb der Osteopathie existieren für solche Beschwerden allerdings gezielte Untersuchungs-/ und Behandlungstechniken, die solche Symptome häufig lindern oder sogar beseitigen können.
Autor: Jochen Frühwein, Osteoprax- Praxis für Osteopathie, Heilpraktiker Frankfurt, www.osteoprax.com 29.07.2007