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Plastische Chirurgie

Während man sich noch vor wenigen Jahrzehnten mit den natürlichen körperlichen Gegebenheiten, mit den Folgen einer Erkrankung oder eines Unfalls abfinden musste, hat man heutzutage die Möglichkeit, mit Hilfe der Schönheitschirurgie sein Äußeres positiv zu verändern. Schon weit vor Christus wurden in Indien Rekonstruktionen der Körperoberfläche des Menschen vorgenommen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fanden auch in anderen Ländern Bewunderer und Nachahmer.

Grundsätzlich kann man die Plastische Chirurgie in vier Bereiche aufteilen, und zwar in die ästhetische und rekonstruktive Chirurgie, die Verbrennungs- und die Handchirurgie. Hierunter sind alle Sparten, angefangen bei der klassischen Wiederherstellungs- und Tumorchirurgie, über Laserbehandlungen, Handchirurgie, die ästhetisch-plastische Chirurgie bis hin zur modernen Zahn-Ästhetik erfasst. Die dabei zum Einsatz kommenden Methoden wie Mikrochirurgie, Laserchirurgie und Endoskopie werden in jedem Fachbereich benötigt.
Inzwischen sind Schönheitsoperationen wie Brustvergrößerung und Fettabsaugung als die am häufigsten durchgeführten Eingriffe voll im Trend. Aber auch Faceliftings, Nasenkorrekturen und Bruststraffungen werden immer öfter vorgenommen. Die Schönheitschirurgie wird also nicht zur Behebung einer Erkrankung eingesetzt, sondern zur Verbesserung der äußeren Erscheinung. Überwiegend wird dabei eine Formveränderung gewünscht, wobei Form und Funktion immer als zusammengehörend anzusehen sind und ein jeder Eingriff muss zu einem formal zufrieden stellenden ästhetischen Ergebnis führen.

Längst handelt es sich nicht mehr um ein Privileg der Stars und Reichen, obwohl die Krankenversicherungen die Kosten für viele lediglich der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes dienenden Eingriffe nicht übernehmen. So sparen viele Menschen auf ihr Ziel zu, um ihren Traum von einer Brustvergrößerung oder einer erfolgreichen Nasenkorrektur zu verwirklichen. Über die Sichtweise der Krankenversicherungen kann man geteilter Meinung sein, denn viele der unter ihrem Äußern leidenden Menschen haben aus diesem Grunde psychische Probleme und ein mangelndes Selbstbewusstsein. Sie fühlen sich minderwertig und es fehlt ihnen an Lebensfreude. Für eine Veränderung ihres Körpers sind sie bereit, lange Zeit – wenn möglich – zu sparen sowie die Risiken und Schmerzen eines chirurgischen Eingriffs auf sich zu nehmen.

Allerdings muss erwähnt werden, dass natürlich auch hier Ausnahmen gemacht werden. Wird der Wunsch nach einer Inanspruchnahme der Schönheitschirurgie damit begründet, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt oder es sich um die Folgen einer Erkrankung oder Unfalls handelt, kann man aufgrund einer entsprechenden ärztlichen Beurteilung eine Kostenübernahmebewilligung erhalten. In einigen Fällen werden auch psychische Probleme anerkannt.

04.10.2006 20:29:41 von H. Wiedow
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