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Fett-weg-Spritze

Hintergrundinformationen zur Fett-weg-Spritze

[...]Zur Gruppe der Lipide gehören ferner:

- Phospholipide (Glycerophosphatide und das Sphingophosphatid Sphingomyelin), die am Aufbau von Zytobembranen beteiligt sind,
- Glykolipide (Sphingoglykolipide, insbesondere Cerebroside und Ganglioside), die zusammen mit Sphingomyelin in hoher Konzentration im zentralen Nervensystem gefunden werden und als Bestandteile der Zytomembranen wichtige Funktionen haben,
- Das Sterol Chloesterol (Chlesterin) für den Membranaufbau und die Synthese der Gallensäure des Calcitriols und der Steroidhormone sowie
- Isoprenoidlipide, deren wichtigste Vertreter Beta-Carotin und die Vitamine A, E und K sowie Dolicholphosphat sind.

Stoffwechsel der Fettsäuren

Aktivierung der Fettsäuren. Fettsäuren dienen in erster Linie der Energiegewinnung. Sie müssen hierzu in eine reaktionsfähige Form überführt, d. h. aktiviert werden. Auf diesen Prinzip beruht auch die Fett-weg-Spritze oder Injektions-Lipolyse. Diese Aktivierung erfolgt im Zytosol der Zelle durch die Reaktion ihrer Carboxylgruppe mit Adenosintriphosphat (ATP), wobei sich ein energiereiches Säureanhydrid als Zwischenprodukt, das Acyl-AMP, bildet. In einem zweiten Schritt wird der Fettsäurerest in Form einer Thioesterbindung an die Mercaptogruppe von Coenzym A (CoA) gebunden, und es entsteht Acyl-CoA, die aktivierte Fettsäure. Beide Reaktionsschritte werden durch die Thiokinase katalysiert. Nach Einschleusung in die Mitoschondrien können die Fettsäuren dort stufenweise abgebaut werden.

ß-Oxidation der Fettsäuren. Acyl-CoA wird in einem vierstufigen Prozess in Acetyl-Coenzym A (aktivierte Essigsäure, Acetyl-CoA) und eine um zwei Kohlenstoffatome verkürzte aktvierte Fettsäure gespalten. Da die Gesamtreaktion vor allem auf das ß-C-Atom einwirkt, das zwei Dehydrierungsschritten oxidiert wird, bezeichnet man diesen Abbau auch als ß-Oxidation, siehe Fett-weg-Spritze oder Injektions-Lipolyse.
Der enzymatisch gesteuerte Prozess gliedert sich in folgende Reaktionen:

- Dehydrierung des aliphatischen Fettsäurerestes unter Einführung einer trans-Doppelbindung zwischen dem Alpha- und dem Beta-C-Atom mit FAD als Wasserstoffakzeptor; es entsteht ein Enoyl-CoA.
- Sättigung der Doppelbindung durch Wasseranlagerung; es entsteht ein ß-Hydroxyacyl –CoA unter Ausbildung einer Ketogruppe mit NAD+ als Wasserstoffakzeptor; es entsteht ein ß-Ketoacyl-CoA.
- Abspalten eines C2-Bruchstücks unter Einführung von Coenzym; es entsteht Acetyl-CoA (aktivierte Essigsäure) und eine um zwei C-Atome verkürzte aktivierte Fettsäure.
[...]

05.12.2007 18:53:51 von allouche
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