„Nachrichtenblockade“ durch Botox[...]
Genau an dieser Stelle setzt sich die Wirkung von Botulinumtoxin an. Gelangt das Gift über verdorbene Nahrung oder über die Spritze des Arztes, zum Beispiel bei einer Faltenkorrektur mit Botox in Berlin, an ein Nervenende, so bindet es sich an die Außenhaut des Nervenkolbens. Diese Bindung erfolgt durch einen bestimmten Eiweißanteil des Toxins, die so genannte schwere Kette oder Heavy Chain. BTX wandert in die Nervenfaser ein. Sein zweiter Eiweißanteil, die Light Chain, wird im Nervenkolben chemisch abgespalten und hemmt dann einen Eiweißstoff des Nervs namens SNAP-25.
SNAP-25 ist entscheidend beteiligt an der Freisetzung des Signalstoffs Acetylcholin. Blockiert die leichte Kette also das SNAP-25, so kann kein Acetylcholin mehr aus dieser Nervenendplatte freigesetzt werden. Kein Acetylcholin – keine Muskelbewegung, kein Schwitzen … Der geschilderte Vorgang dauert zwischen zwei und fünf Tage, manchmal etwas länger.
Um es ausdrücklich festzuhalten: Andere Nervenfunktionen – zum Beispiel das Fühlen, Tasten oder das Temperaturempfinden – sind durch das Botulinumtoxin, bei einer Botox Behandlung in Berlin, in keiner Weise beeinflusst, da hier andere Botenstoffe wirken.
Der Nerv regeneriert sich
Wieso erholen sich Muskel und Drüsen mit der Zeit wieder? Wie wird die Wirkung des Toxins abgeschwächt? Im Nervenende laufen zwei Regenerationsvorgänge ab.
Zum einen zerlegen körpereigene Enzyme langsam, aber kontinuierlich das Gift in seine Bestandteile. Es wird enzymatisch „verdaut“. Auch das Eiweiß SNAP-25 wird neu gebildet, so dass die Synapsen innerhalb von drei bis neun Monaten ihre Funktionstüchtigkeit vollständig wiedergewinnen.
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