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Magnetresonanztomographie

Um Schnittbilder des menschlichen Körpers zu erstellen, gibt es das
Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT). Dabei werden ein
Magnetfeld und Radiowellen eingesetzt. Dieses Verfahren wird seit
den 80er Jahren in der Radiologie zur Diagnostik verwendet.

Stellt man sich das magnetische Moment der Atomkerne vereinfacht vor, so kann man sie als
Kreisel betrachten, die sich um die eigene Achse drehen.
In der MRT stehen dabei die Wasserstoffkerne im Vordergrund.
Jeder Atomkern wirkt dabei wie ein Magnet. Im Normalfall herrscht keine Ordnung, die magnetischen Vektoren zeigen in alle möglichen Richtungen.
Durch ein während der MRT-Untersuchung erzeugtes Magnetfeld werden die Achsen der Wasserstoffkerne ausgerichtet. Diese können nun durch Radiowellen einer bestimmten Frequenz beeinflusst werden.
Nachdem die Radiowellen abgeschaltet sind und damit die Störung verschwindet, richten sich die Achsen wieder aus, entlang des Magnetfeldes. Dabei senden die Atomkerne ebenfalls Radiowellen aus. Diese können mit Hilfe
empfindlicher Antennen registriert werden. Das Signal ist dabei abhängig
vom Gehalt an Wasserstoffkernen und den chemischen und physikalischen Eigenschaften des Gewebes.

In Bereichen des menschlichen Körpers, die nur geringe Dichteunterschiede
aufweisen, ist die Computertomographie nur bedingt einsetzbar, da kaum ein Unterschied auszumachen ist. Dadurch, dass jedes Gewebe einen unter-
schiedlichen Gehalt an Wasserstoffkernen hat, können mit Hilfe der Magnetresonanztomographie
diese Gewebe besser beurteilt werden. Ein weiterer Vorteil der MRT ist darin zu sehen, dass duch die MRT jede beliebige Schnittebene dargestellt werden kann, ohne dass eine Umlagerung des Patienten von Nöten wäre. Zudem wird keine schädliche Röntgenstrahlung eingesetzt.

Es gibt allerdings Fälle, in denen die MRT nicht oder nur eingeschränkt angewendet werden kann. So können Metallsplitter im menschlichen Körper
zu einer Einschränkung der Untersuchung führen. Das Magnetfeld könnte
zu einer Bewegung der Splitter führen. Patienten, die Teile wie einen
Herzschrittmacher tragen, dürfen in der Regelnicht mittels MRT untersucht werden.

12.03.2008 20:38:40 von rettich
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