Beim Juwelier wird man nur äußerst selten Schmuck mit Selenit oder Sodalith finden, in Onlineshops wird solcher Schmuck gelegentlich angeboten. Beide Steine weisen Besonderheiten im Erscheinungsbild auf.Selenit ist durchscheinend oder durchsichtig, glas- oder perlmuttglänzend, häufig mit Katzenaugeneffekt, in den Farbvarianten farblos, weiß, gelb, braun, blau oder hellrosafarben.
Selenit kommt in Kristallen auf Erzlagerstätten, in Salzlagerstätten, als „Wüstenrose“ oder „Sandrose“ in Wüsten, sowie in Mergeln und Tonen vor und ist eine faserige Varietät des Gipses. Ist er besonders feinkörnig, wird er als „Alabaster“ bezeichnet.
Man findet Selenit in Osterode im Harz, in Staßfurt in Sachsen-Anhalt, in Kärnten/Österreich, in Frankreich, Polen und Mexiko.
Säuren beschädigen Selenit, da er chemisch mit Säuren reagiert. Er kann mit Seifenwasser gereinigt werden. Für Schmuck wird Selenit gern als Cabochon geschliffen, aber auch gern zu Ziergegenständen verarbeitet.
Sodalith kann durchsichtig, durchscheinend oder undurchsichtig sein mit Glas- oder Fettglanz und kommt in farblosen, grünen und vor allem in blauen Farbtönen vor, selten auch in rosafarben. Er wird gefunden in kieselsäurearmen Magmatiten, in vulkanischer Lava und in Kalkstein, am Laacher See in der Eifel, in der Auvergne/Frankreich, in Italien, Tadschikistan, in der Ukraine, in Brasilien, Kanada, den USA, in Namibia und Indien. Meist tritt Sodalith in formlosen Massen vor, aber auch in Form von kleinen würfelartigen Kristallen.
Schmuck mit Sodalith darf nicht mit Dampf oder Ultraschall gereinigt werden, sondern nur mit Seifenwasser. Sodalith ist relativ spröde, und die seltenen rosafarbenen Steine verlieren bei intensivem Licht ihre Farbe. Als Schmuck findet man Sodalith – ziemlich selten – in Form von Kugelketten und Armbändern oder als Anhänger aus Sodalith. Wegen verschiedentlich auftretender Musterungen sind die tiefblauen Sodalith-Steine besonders beliebt, auch für die Herstellung kunstgewerblicher Gegenstände und als Dekorstein. Wegen seiner Sprödigkeit kann der Sodalith nicht im Facettenschliff verarbeitet werden, sondern, wenn geschliffen, dann als Cabochon. Manche Sodalith-Steine haben ein ähnliches Aussehen wie Lapislazuli.