Kleider machen Leute – so sagt man. Und dennoch – vielleicht auch gerade deswegen - ist kaum etwas so wandelbar wie die Mode selbst. Wer wert auf sein Äußeres legt, schaut nach den Trends der Mode, die wohl nie so vielfältig, unterschiedlich und schnelllebig war wie heute. Was heute modern ist, kann morgen schon ein „No Go“ sein.Ein Beispiel – Leggins. Erinnern Sie sich an die 80er Jahre? Kaum eine Frau kam ohne Leggins aus und trug sie so oft es ging zu Hause, in der Disco, in der Stadt, eben einfach überall. In den 90ern waren gerade diese Leggins ein absolut verpöntes Kleidungsstück und nur die wenigsten trauten sich noch in diesen Hosen auf die Straße. Wenn überhaupt, trug man sie nur zu Hause, aus Gründen der Bequemlichkeit. Aber nur die wenigsten gaben es zu.
Und heute? Heute sind sie wieder modern, er Mode entsprechend - oder nicht? Oder ist es schon wieder vorbei? Das weiß wohl nur, wer den neusten Modetrends auf der Spur bleibt und sich im Lifestyle der Modewelt auskennt.
Mode – das ist die Definition einer kurzfristigen Kleidungsart, welche sich nach gesellschaftlichen und ästhetischen Gesichtspunkten, Zeitgeist und Zeitgeschmack, stets neu erfindet. Vorbei sind die Zeiten, in denen Kleidung nur dazu diente, den Körper warm zu halten.
Mit seiner Kleidung drückt man sich selbst aus, seinen Stil und seinen Geschmack. Im Gegensatz zur gleichbleibenden „Tracht“, die eine gewisse Gleichmäßigkeit und Angepasstheit ausdrückt, ermöglicht die Mode es ihrem Träger, sich innerhalb der gesellschaftlichen Norm zu individualisieren, die eigenen Vorzüge hervorzuheben und gleichzeitig scheinbare Schwächen (der Figur) zu kaschieren.
Besonders treffend formulierte es der Modeschöpfer Karl Lagerfeld: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“
... und er muss schließlich wissen, wovon er redet.