Für die meisten Aquarien sind Wasserpflanzen unerlässlich. Das kahle Goldfischglas der 70er Jahre ist mittlerweile als Tierquälerei erkannt und verpönt. Wer sich ein wenig mit dem Thema Sauberkeit und Gesundheit im Aquarium beschäftigt, wird ohnehin erkennen, dass das geeignete Pflanzensortiment besonders hilfreich sein kann und einen auf natürliche Weise bei der Pflege des Aquariums unterstützt.Sind die ersten Schritte zum eigenen Aquarium gemacht, also das Becken an einem geeigneten Platz aufgestellt, der Bodengrund bereitet und eventuell Holz und Dekoration positioniert, geht es ans Setzen der Aquarienpflanzen. Beim Bepflanzen sollte man die Ansprüche der Fische, die man einsetzen möchte, berücksichtigen. Am besten verwendet man zwei Drittel schnell wachsende Pflanzen wie Echinodorus, Vallisnerien und Javamoos im Verhältnis zu einem Drittel langsamer wachsenden Pflanzen wie Cryptocorynen. Hat man vor, scheue Fische zu halten, kann man auch über eine Schwimmpflanze nachdenken, die den Fischen Schutz bietet und das Becken etwas abdunkelt.
Eventuell ist es sinnvoll einen Pflanzplan zu erstellen, um zu vergleichen ob alle ausgewählten Aquarienpflanzen in den gegebenen Verhältnissen gut gedeihen können und dann zu überlegen welche Vordergrund- und Hintergrundpflanzen wie und wo eingepflanzt werden, ob genug verschiedene hohe und niedrige, hart- und weichblättrige Wasserpflanzen vorhanden sind und welche Form der Pflanzendüngung eventuell notwendig wird. Oft reicht der natürliche Prozess des Stoffwechsels aller Aquarienbewohner und der Teilwasserwechsel nicht aus, um den Pflanzen genügend Nährstoffe zuzuführen, wie die Fische auch, müssen sie dann „gefüttert“ werden.
Dazu werden im Aquarienpflanzenversand und im sonstigen Fachhandel die unterschiedlichsten Lösungen angeboten. Es gibt Flüssigdünger, spezielle Aquarienpflanzenerde, Bodentabletten, Stäbchen und Depotkügelchen, für Schwimmpflanzen werden zusätzlich besondere Eisendünger angeboten. Oft gilt es dann ein bisschen zu experimentieren um herauszufinden was für die eigene Anlage am besten funktioniert, so dass die Pflanzen optimal wachsen und schöne Blätter ausbilden, das Gleichgewicht aber intakt bleibt. Zuviel Dünger führt zu einem Nährstoffüberangebot und damit zu Algen.