Inhaltsangabe:
1.Phytohormone
2. Auxine
3. Ethen
4. Gibberllinsäure
1.1 Definition: Phytohormone
Phytohormone sind biochemisch wirkende ,pflanzeneigene organische Verbindungen, die ,wie alle Hormone ,Botenstoffe sind ,welche das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen koordinieren und fördern.
1.2 Vorkommen und Wirkung/sweise
Phytohormone kommen in allen höheren Pflanzen vor und sind schon in sehr geringer Konzentration physiologisch hochwirksam.
Die Menge der vorhandenen Pflanzenhormone ,hängt vom betroffenen Pflanzenteil sowie dessen Entwicklungsstand ab ,wobei nicht die Konzentration sondern das Mengenverhältnis der Phytohormone zueinander relevant ist.Die phytohormone ,werden vom jeweiligen Entstehungs- zum Wirkungsort transportiert ,wobei diese häufig nicht deutlich voneinander getrennt sind. Je nach Hormon werden sie entweder von Zelle zu Zelle (zb. Auxin),über Leitungsbahnen (zb.Gibberllinsäure) ,oder über Gasräume zwischen den Zellen (zb. Ethen) bewegt. Damit sind sie also mit dem Nervensystem beim Menschen gleichzustellen und regulieredn als solches die Wachstums.und Entwicklungsprozesse in einer Pflanze, wobei sie diese je nach Bedarf sowohl auslösen, als auch hemmen oder nur fördern können. Hormone und Migräne
1.3 Verwendung
Phytohormone werden in der Land/Forstwirtschaft ,im Gartenbau aber verstärkt auch in der Medizin eingesetzt. Pflanzenhormone haben ,ganz im Gegensatz zu tierischen Hormonen ,ein sehr ausgeprägtes Wirkumsspektrum bei geringer Wirkungspezifität!!
2.1 Auxine
Auxine sind eine Gruppe von natürlichen aber auch spezifischen Wachstumsregulatoren ,wobei nur die natürlichen in der Pflanze vorkommenden als Phytohormone bezeichnet werden kann. Das wichtigste Auxin ist die überall in der Pflanze vorkommende Indol-3-ylessingsäure ,diese kommt auch bei niederen Pflanzen und Bakterien vor und ist das einzige pflanzeneigene Auxin.
2.2 Vorkommen und Wirkungsweise
Der Hauptentstehungsort sind junge sich entwickelnde und wachsende Pflanzenteile. Der Transport erfolgt grösstenteils vom Spross richtung Wurzelspitze ,wobei dies auf 2 verschiedene Arten geschehen kann :
a.)im Phloem (über längere Strecken ca. 10-20cm/Stunde)
b.)von Zelle zu Zelle (über kürzere Strecken ; ca.1cm/Stunde)
Auxine haben (z.T im Zusammenspiel mit anderen Phytohormonen) eine Vielzahl von Wirkungen auf die Gesamtentwicklung der Pflanze. So wirken sie z.b. auf die Zellstreckung (was man den „klassischen Auxineffekt“ nennt).Desweiteren beeinflusst es die Zellteilung,Abszission,Apikaldominanz ,sowie viele andere Wachstumsprozesse. Überraschenderweise wirkt Auxine in großen Mengen sehr wachstumshemmend. Der Abbau geschieht durch enzymatisch oxydativen Abbau mithilfe des UV-Lichtes ,wobei das den Sprossenwachstum von Pflanzen zu einer Lichtquellezur Folge hat.
2.3 Verwendung
Auxine werden größtenteils als Wachstumsregulatoren in der Landwirtschaft (Obst/Gartenbau) angewendet. Sie wurden auch im Vietnamkrieg als „Agent Orange“ zur Entlaubung benutzt (wobei viele Menschen durch die Kontamination durch Dioxine geschädigt worden).
3.1 Ethen
Ethene werden von den sich in der Pflanze befindenden Aminosäure Methionin synthetisiert und teilweise auch durch Auxin stimuliert.
Als gasförmigen Stoff findet man es dabei vor allemin den Interzellularen vor.
3.2 Vorkommen und Wirkung/sweise
Auch Ethen hat (wie es für Phytohormone typisch ist) mehrere Funktionen ,
wobei die wohl bekannteste die so genannte „Tripleresponse“ ist (welche um 1901 bei Wurzeln die aus einer kaputten Gasleitung mit Ethen begast wurden ,entdeckt wurde) ,die aus 3 Komponenten ,nämlich der Förderung des horizontalen Wachstums , der Hemmung des Streckenwachstums und der Stengelverdichtung besteht. Es wird angenommen ,dass dieser Mechanismus der Überwindung von Hindernissen gilt ,da sich während des gesamten Wachstums Ethen bildet ,welches sich an Hindernissen staut ,was schließlich zum Dickenwachstum füührt. Die zweite Funktion ist auf verschiedene Alterungsprozesse der Pflanze (wie die Reifung von Früchten ,die Blütenentwicklung, der Abwurf von Blättern aber auch das Absterben von Pflanzenteilen) bezogen. Ebenfalls relevant ist die Wirkung des Ethen als Alarmstoff bei Schädlingbefall sowie bei Verwundung.Das Ethen bewirkt eine Abgrenzung des betroffenen Bereiches aber auch die Bereitstellung von pflanzlichen Giften.
3.3 Verwendung
Die Wirkung der Früchtereifung ,wird in der Landwirtschaft ausgenutzt um unreif geerntete Früchte nachträglich zu Stoffwechselvorgängen zu reizen ,welche sie reifen lassen.Aber auch um pflanzliche Nahrung gezielt gen-zu-verändern ,indem man die Produktion des Ethens lahmlegt und sie länger haltbar zu machen.(zb. Die „Flavour-Saver-Tomaten“)
4. Gibberllinsäure
Die Gibberllinsäure gilt als der bekannteste Vertreter der Gibberlline und ist ein pflanzliches Wachstumshormon. Es fördert die Keimung ,hat Einfluss auf das Längenwachstum und die Befruchtung der Pflanzen, außerdem hebt sie die Winterruhe auf. Sie wird ind jungen Blättern produziert und ebenso in unreifen Früchten und Samen (um die Reifung zu fördern).