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Natürlicher Zeckenschutz von Haustieren: Möglichkeiten und Anwendungsgebiete

Sommerzeit ist Zeckenzeit

Alle Tierbesitzer kennen es, kaum erwacht der Frühling zum Leben, so kommt es wieder zu einem übermäßigen Befall von Zecken, Läuse und Flöhe. Haustiere, insbesondere Hunde und Katzen sind hiervon betroffen. Beim Streifen durch Wald und Wiesen werden diese unliebsamen Artgenossen schnell bis nach Hause ins Wohnzimmer getragen.

Doch was kann hiergegen unternommen werden?

Zecken

Der Fachbegriff für Zecken lautet Ixodida. Sie ist Teil der Spinnenfamilie und eine Überfamilie der Milben. Zecken bevorzugen als Wirt vor allem Vögel, Reptilien und Säugetiere (hier vor allem Hunde und Paarhufer). Aufgrund ihrer Beschaffenheit und der parasitären Ausrichtung gelten viele der Zeckenarten als Überträger von Krankheiten.

Die Unterart der Schildzecken kommen vor allem in Gestrüpp und Wiesen vor. Die landläufige Meinung, Zecken halten sich vorwiegend in Bäumen auf, hat sich als überwiegend falsch heraus gestellt. Vorzugsweise befindet sich die "Liebglingsstelle" der Zecken bis zu einer Höhe von 1,5 Meter.

Eine weitere sehr verbreitete Unterart, die sogenannte Lederzecke, bevorzugt Waldränder und Bachränder. Auch hier ist die Lagerstätte eher im Bodenbereich angesiedelt.

Flöhe

Flöhe gehören der Gattung nach zu den Insekten und haben den Fachbegriff Siphonaptera inne. Flöhe befallen zumeist Säugetiere, jedoch gelegentlich auch Vögel. Auch sie haben eine parasitäre Ausrichtung und sind auf einen Wirt angewiesen. Im häslichen Bereich nisten sich Flöhe gerne in Teppichböden oder Polstern ein. Nach einer "ausgiebigen Mahlzeit" können sie bis zu 2 Monate ohne Nahrung auskommen.

Läuse

Aufgrund der Vielzahl von Unterarten, wird hier vornehmlich auf die sogenannte Tierlaus (Phthiraptera) eingegangen. Läuse sind ohne einen Wirt nur wenige Tage lebensfähig. Sie nisten sich deshalb vornehmlich im Fell ein und verbleiben auch dort.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Neben unzähligen Produkten chemischer Art existieren auch ausreichend Naturprodukte, die sich weder schädlich für das Haustier, noch für Menschen und andere Nutztiere auswirken. Besonderes Augenmerk sollte auf die Verträglichkeit des Produktes gelegt werden. Denn nicht alles, was für Schädlinge verheerend ist, wird für das Haustier unschädlich sein.

Erwähnenswert ist bei der natürlichen Behandlung von Parasitenbefall der sogenannte Niemwirkstoff, der aus den Früchten des indischen Niembaums (engl. neem) gewonnen wird.
Niem hat eine besondere Wirkung auf Parasiten jeder Art, denn er sorgt dafür, dass diese träge werden und somit keine Nahrung mehr aufnehmen. Für Nützlinge ist er absolut ungefährlich, weshalb Niem gerne auch beim Pflanzenschutz eingesetzt wird. Das Tier-Repellent ist auf Basis von kaltgepresstem Niemöl hergestellt und vereint eben diese Antiparasitäre Wirkung mit einer gleichzeitig fell- und hautpflegenden Eingenschaft. Auch bei Pilzerkrankungen des Tieres (Hautpilz) wurden schon Erfahrungen mit dem Repellent gemacht.

Wie erfolgreich der Einsatz von Niem-Produkten sein kann, ist schon bei der Bekämpfung und Behandlung von Nagelpilz ersichtlich. Hier wird die Niem-Methode bereits erfolgreich angewandt. Auch im Bereich Garten und Pflanzenschutz findet Niem seit Jahrtausenden erfolgreich Anwendung.

Es muss also nicht immer der Einsatz chemischer Stoffe sein, die Natur bietet ausreichend Alternativen zur Behandlung.

23.03.2007 10:31:26 von Supergrobi
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