Wenn sich ein schöner und erholsamer Urlaub dem Ende neigt, denken viele daran, sich eine Erinnerung vom Urlaubsort mit zu nehmen. In der Zeit der Digicams ist es für jeden leicht, einige Erinnerungsfotos zu machen. Andere nutzen die bekannten Motive auf den Ansichtskarten.Wenn man mit einem Badeurlaub im größten Ostseebad Binz neue Kräfte für den beruflichen Alltag sammeln konnte und einem guten Tipp der Inhaberin der schicken Ferienwohnung, der eigentlich nur in einem Nebensatz geäußert war, folgt, macht man sich bei den ausgedehnten Strandwanderungen auf die Suche nach Bernstein.
Bernstein ist zwar gar kein richtiger Stein, es ist das Harz von Jahrmillionen alten Bäumen der Urzeit. Diese fossilen Steinchen sind meistens gelb und mal durchsichtig oder auch trübe. Für die richtigen Sammler sind fossile Einschlüsse interessant. So findet man ab und an eine kleine Fliege oder ein Grashälmchen aus der Urzeit im steinernen Harz gefangen. Das ist dann schon eine Rarität. Ist das Fundstück etwas größer, so kann man sich daraus einen Schmuckanhänger fertigen lassen. Heilkräfte werden dem Bernstein auch zugesprochen.
Eine gesundheitsfördernde Wirkung kann die Bernsteinsuche dem Ostseeurlauber durchaus bringen – viel Bewegung, oft mit Treten im kalten Wasser könnte man es schon bald als kneippsche Betätigung ansehen. Dazu kommt die Nähe des Meerwassers und das wirkt sich durch die Aerosole in der Luft gut auf die Lungen aus.
Viele Steinchen sehen für den Laien wie Bernstein aus. Da Bernstein in stark salzhaltigem Wasser schwimmt, kann man mit einem Esslöffel Speisesalz und einem Glas Wasser einen Test selbst machen.
Ein Bekannter zeigte mir dieser Tage ein paar kleine Bernsteinchen, die er bei seinem letzten Urlaub im Ostseebad Göhren am Nordstrand gefunden hatte. Wir haben den Test mit dem Salzwasser gemacht und die Bernsteine sind auch echt.