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Tradition und das Handwerk in Südtirol

In diesem Artikel schreibe ich über die Tradition und das Handwerk in Südtirol. Besuchen Sie uns in Südtirol im Hotel Südtirol
Es ist Südtiroler Tradition, fast jedes Handwerk zur Kunst zu vervollkommnen. Die Bäuerin, die die Holzbalkone vom Erdboden bis hinauf bis unters Dach in ein blühendes Blumenmeer verwandelt, ist sie nicht eine Künstlerin? Und ist es auch nicht schon fast eine Kunst, ein Kilo Preiselbeeren in köstliche Marmelade zu verwandeln? In Bozen unterhalten Straßenkünstler die Passanten. In einem Kellertheater hat das Jazz-Festival begonnen. Auf einem Dorfplatz zeigen Goaßelschneller, wie viel Geschick es braucht, die Peitschen synchrongenau zum Knallen zu bringen. Aber die wahre Kunst ist, so eng beieinander zu stehen, ohne sich dabei gegenseitig die meterlangen Riemen um die Ohren zu hauen: kraftvolle Performance!
Im eleganten Kursaal gastiert das Royal Philharmonic Orchestra. Nicht weit davon hat ein unbekannter Sissi-Verehrer eine blutrote Nelke in den Schloss aus weißem Laaser Marmor gelegt: ein Kunstwerk an der Kunst.
Die Blasmusikkapelle spielt Andrew Lloyd Webbers Musicalhits. Provokation? Überhaupt nicht. Keine sorge, denn die Kunst- und Kulturlandschaft Südtirol biete nach wie vor an Schönwettertagen den glühenden Rosengarten, und beim Wettrennen auf dem Untermaiser Pferderennplatz wehen noch immer zweimal im Jahr die blonden Mähnen der Haflinger. Wer eine Fronleichnamsprozession auf dem Land miterlebt, wer einer Bergbauernfamilie beim Brotbacken über die Schulter schauen kann und sieht, wie das kleine Städtchen Sterzing seinen mittelalterlichen Charakter erhalten hat, merkt, dass Südtirols Tradition sich nach wie vor höchster Lebenskraft erfreut. Dass sich manchmal auch tourismusbedingte Folklore darunter mischt, liegt in der Natur der Sachen. Es ist eine Eigenart dieses Landes, den Kunstbegriff mit Lebensart zu vermischen, ungewollt und ohne irgendwelche Hintergedanken. Der dickköpfige, einer konservativen Grundhaltung verpflichtete Südtiroler hat viel dazugelernt.
„Was der Bauer net kennt, des frisst er net“ gilt nicht mehr als unangreifbares Dogma im Land hinter den Bergen. Eine frische Briese weht, wobei das Lüftchen abwechselnd vom Nord- und vom Südwind getragen wird.
Diese Gratwanderung zwischen gestern und heute ist nicht immer leicht: Der Bauer deckt seinen alten Hof mit neuen Lärchenschindeln, obwohl ein Ziegeldach viel billiger und weniger arbeitsaufwändig wäre: sein Beitrag zur Kunst- und Kulturlandschaft Südtirol.
Verbringen Sie Ihren Urlaub in Südtirol um die Tradition und das Handwerk kennenzulernen.
11.10.2007 17:54:32 von noge
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