Fast 250 km Küste mit unberührter Natur und vielen Buchten und Stränden, 68 km Länge und bis zu 12 km Breite machen die Inselgruppe Cres-Losinj im nördlichen Teil der Kvarnr-Bucht zur grössten. Die höchste Erhebung ist der Berg Sis mit etwas mehr als 600 m Höhe. Der Süsswassersee Vrana ist das Trinkwasserreservoir der Insel und das Gebiet herum ist gesperrt. Interessant ist, dass er bis zu 74 m unter dem Meeresspiegel liegt, seine Oberfläche aber höher als diese.
Durch eine Drehbrücke ist die Insel Cres mit der Insel Losinj verbunden.Geschichtlich teilte die Insel Cres das selbe Schicksal aller Kvarnr Inseln: sie fiel unter römische Herrschaft, Napoleon und die Österreicher hinterliessen ihre Spuren und nicht zuletzt auch die Italiener im letzten Weltkrieg. Nach diesem ging sie an Kroatien über. Sie wird schon seit der Jungsteinzeit bewohnt.
Flora und Fauna werden durch das angenehme, milde Klima bestimmt. Hier gibt es eine der letzten Gänsegeierkolonien, die in freier Wildbahn leben.
Von Rijeka und Brestova kommt man mit einer Fährverbindung auf die Insel Cres, aber es gibt auch Verbindungen zur Nachbarinsel Krk. Mit dem Flugzeug fliegt man bis nach Rijeka und dann mit einer Busverbindung zur Insel.
Die Hauptstadt Cres mit nur 2.500 Einwohnern ist nicht nur Verwaltungssitz, sondern hat durch ihren venezianischen Baustil und den kleinen Gassen seinen ganz eigenen Reiz. Durch eine starke Stadtmauer geschützt, befinden sich jedoch die wichtigsten Gebäude im Hafenbereich, so auch eine Kirche aus dem 15.Jahrhundert. Ausserhalb der Stadtmauern befindet sich ein Franziskanerkloster mit 2 Kreuzgängen, ebenfalls aus dem 15.Jahrhundert.
In der kleinen Pfarrkirche von Valun gibt es eine Grabplatte mit glagolitischen Inschriften. Sie ist aus dem 11.Jahrhundert und zweisprachig, was sehr selten ist.
Osor stellt das Verbindungsstädtchen zwischen der Insel Cres und der Insel Losinj und war einst ein wichtiger Seefahrtshafen.
Beli ist ein kleines Dorf mit nur 40 Einwohnern, wird aber seit mehr als 4.000 Jahren bereits durchgehend besiedelt. Eine alte, zum Teil zerfallene Stadtmauer sowie ein Glockentrm zeugen von ruhmreicheren Zeiten.
Tauchen, Segeln, Surfen, Wandern, Mountainbike fahren und vieles mehr gehören zu den Sport- und Freizeitaktivitäten, die angeboten werden. Die Strände sind meist Fels- oder Kieselstrände, letztere meist bei einigen wenigen Hotels.