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Artikel » Reisen & Urlaub Urlaub mal fernab der typischen Touristenströme? |
In Montenegro dürften Sie da genau richtig sein! Der jüngste Staat der Erde, der sich erst Mitte 2006 selbständig machte, gilt als Geheimtipp für einen Urlaub an der Adria – noch! Denn allein im letzten Jahr betrug die Wachstumsrate der europäischen Touristen 40%. Nach mehreren gelungenen Auftritten bei verschiedenen Tourismusmessen, u.a. in Berlin, haben viele Urlaubsanbieter und Urlauber das kleine Land an der Adria wieder entdeckt. Als „Perle der Adria“ wird es bezeichnet, das Land, das in der Landessprache „Crna Gora“ heißt: Schwarzer Berg (das im restlichen Europa gängige „Montenegro“ ist übrigens nicht italienisch, sondern stammt aus dem Venezianischen).Mittelpunkt an der montenegrinischen Küste ist das Touristenzentrum Budva. Die heute rund 11.000 Einwohner zählende Stadt ist einer der ältesten Orte an der Adria; der Mythologie zufolge soll sie vor über 2.500 Jahren von Kadmos, dem Sohn des griechisch-phönizischen Königs Agenor, gegründet worden sein. 1979 wurde sie bei einem Erdbeben fast völlig zerstört, jedoch originalgetreu wieder aufgebaut. Dass Budva zu einem der beliebtesten Badeorte geworden ist mag die Tatsache beigetragen haben, dass die Gegend ein sehr mildes Klima mit rund 250 Sonnentagen im Jahr besitzt. Die durchschnittliche Wassertemperatur von 25 C° im Sommer auch. Die kann man herrlich von den nahe gelegenen Sandstränden und Buchten aus genießen. Auch das weiter südlich gelegene Dörfchen Petrovac na Mlavi, das bis vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp für einheimische Urlauber war, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Es ist von Olivenhainen und Weinbergen umgeben und hält auch für Geschichts- bzw. Archäologie-Liebhaber etwas bereit: die Stätten der Vinca-Kultur (5500 v. Chr.). Apropos Geschichte: Sehr berühmt ist die historische Altstadt von Kotor, die in den 70er Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Geschichte der Stadt kann man bis ins 3. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen, was durch archäologische Funde belegt ist. Eine der Hauptattraktionen ist die Kathedrale St. Tryphonius aus dem Jahr 1166. Eine andere ist die unter der Herrschaft der Venezianer gebaute beeindruckende Verteidigungsanlage, die sich mit ihre Länge von ca. 4,5 km über die Hänge der Bucht von Kotor erstreckt, teilweise bis zu 15 Meter breit und 20 Meter hoch, bis in eine Höhe von 260 Metern auf dem Berg San Giovanni. Wer seinen Urlaub auch ein wenig fernab der Küste verbringen will, dem bietet sich eine atemberaubende Natur, die man zum Beispiel in den Nationalparks bewundern kann, als da u.a. wären: Durmitor (Bergmassiv im Norden von Montenegro (auch sehr beliebt bei Wintersportlern), das Karstgebirge und der Biogradska Gora (Nationalpark im Bjelasika-Gebirge), die mit ihren Urwäldern von riesigen Bäumen, seltenen Pflanzen und Tieren und klaren Seen bezaubern. Obwohl Montenegro ein ziemlich kleines Land ist, könnte der Bericht noch seitenweise so weitergehen – die beste Möglichkeit ist jedoch, das Land einfach mal zu besuchen und live zu erleben, denn wie lange so eine „Reisebeschreibung“ auch sein wird: Sie würde dem wirklichen Montenegro nie gerecht werden!
| | | 19.12.2006 15:37:30 von |
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