Meist schaut man im Internet nach oder man kauft sich einen gedruckten Reiseführer. Schnell wird einem auffallen, dass sich die meisten in den Urlaubsinformationen kaum unterscheiden. Ja man hat den Eindruck, dass alles nur abgeschrieben oder als Grundlage verwendet wurde. Selbst Reiseführer, die vorne dick aufgedruckt "Insidertipps" versprechen, unterscheiden sich hier nicht viel. Und man schöpft schnell den Verdacht, dass der jeweilige Autor noch nie in seinem beschriebenen Reiseziel persönlich war.Selbstverständlich sind zum Beispiel der Eiffelturm in Paris, der Trevi-Brunnen in Rom oder das Brandenburger Tor in Berlin absolute Sehenswürdigkeiten und müssen beschrieben werden, aber was oft fehlt, sind die wirklichen "Insidertipps", die erst eine Reise zu einem Erlebnis machen.
Ein Beispiel: In Berlin wird der Prenzlauer Berg immer noch als ein Szene- oder Künstlerviertel beschrieben - das war einmal. Dass sich diese Empfehlung zwischenzeitlich auf Kreuzberg und Friedrichshain verlagert hat und hier wesentlich mehr geboten wird, fehlt meistens. Und warum? Die Verlage sind mit Neuauflagen sehr zurückhaltend, da sie natürlich erst noch die alten Exemplare verkaufen wollen. So kommt es, dass Restaurant- und Kneipenempfehlungen auf längst geschlossene Lokalitäten verweisen.
Ausgenommen sind, wie schon angedeutet, die so genannten Dauer-Sehenswürdigkeiten, deren geschichtliche Beschreibung selten einer Änderung bedarf.
Hier hat das Internet einen großen Vorteil. Eigene Recherchen führen meistens zu aktuelleren Auskünften, denn die meisten Gastronomen, Theater oder Galerien haben eine eigene Homepage. Auch die Reiseveranstalter selbst bemühen sich ständig um Aktualisierung, was im Netz auch wesentlich leichter und schneller geht als bei einem gedruckten Reiseführer.