Datum: 09.02.2012, 09:31:03 Uhr 
 
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Advance Wars: Dual Strike Review

Langzeitmotivation/Schwierigkeitsgrad
In beiden Punkten werden Spieler hier voll auf ihre Kosten kommen. Der Story-Modus überrascht durch eine hohe Spielzeit. Über 30 Stunden ist der durchschnittliche Commander hier unterwegs, um die bösen Buben Stück für Stück wieder dahin zurückzudrängen, wo sie hergekommen sind. Dabei trifft man immer wieder auf neue Allianzen, welche einem wiederum ihre Commander zur Verfügung stellen. Oftmals gibt es ausserdem noch geheime Extramissionen freizuspielen, indem man bestimmte Gebiete eines Schlachtfeldes optional erkundet und besetzt.
Der Schwierigkeitsgrad lässt am Anfang zwar etwas zu wünschen übrig, doch schon früh im Spiel wird man auf die ersten herausfordernden Missionen treffen. Oft kommt es vor, dass man dieselbe Mission bis zu 5 mal wiederholen muss, aber da sich der Gegner jedes mal ein wenig anders verhält und man auch praktisch keine Grenzen in Bezug auf die Vorgehensweise hat, bleibt der gewohnte Frust hier grösstenteils aus.

Und für die Taktik-Genies, welche den Story-Modus zu einfach finden, gibt’s, nach einmaligem Abschluss der Hauptgeschichte, noch einen härteren Schwierigkeitsgrad, der jeden Hobby-Kriegsherren an seine Grenzen treiben sollte.

Grafik/Effekte
Wie bereits erwähnt, die Grafik vermag heute niemanden mehr vom Hocker zu reissen. Das Feld ist, wie aus RPGs wie Pokémon für den Nintendo DS bekannt, in ein Raster eingeteilt. Auf jedem Quadrat liegt eine Textur, sei es Wald, Wiese oder Wasser. Bergketten bestehen einfach aus mehreren aneinandergereihten Bergen, auch sonst haben die Entwickler nicht viel Wert auf grafische Details gelegt.
Ein optisches Meisterwerk ist das Spiel sicher nicht, aber immerhin ist die Grafik funktionell und fällt keineswegs irgendwie störend auf.

Musik/Sound
Die Musik ist verhältnismässig abwechslungsreich und teilweise wirklich gut gelungen. Die Sounds passen zum Spielgeschehen, Explosionen und sonstige Effekte werden gut untermauert. Dennoch tendiert das geschulte Ohr eher dazu, den Lautstärkeregler des Nintendo DS – besonders bei längeren Spielzeiten – ganz nach links zu schieben und sich stattdessen lieber eigenen Sound einzuflössen.

Multiplayer/WiFi
Über WiFi verfügt das Spiel leider nicht, der lokale Multiplayer-Modus macht das aber wieder wett: Bereits auf den vorgefertigten Karten – und deren Anzahl ist beachtlich – macht der Kleinkrieg zwischen Freunden schon mächtig Spass, besonders, da man bereits mit einem DS mit bis zu 3 Freunden kämpfen kann. Aber richtig lustig wird’s erst, wenn man auf den selbstgebastelten Karten – bis zu 3 Stück sind davon gleichzeitig auf dem Modul speicherbar – gegeneinander antritt.

Fazit
Das Spiel ist komplett rundenbasiert. Zwar gibt es einen kleinen Modus, in welchem man die Einheiten in Echtzeit steuern kann, dank der kleinen Anzahl an Levels kann dieses Feature jedoch bestenfalls als „Minispiel“ bezeichnet werden. Den Schwerpunkt des Spiels bietet immer noch die taktik-orientierte Hauptstory, und die hat’s, sowohl in punkto Länge als auch Schwierigkeitsgrad, ganz schön in sich. Strategen werden hier voll auf ihre Kosten kommen und sich sicherlich für längere Zeit kein anderes Spiel mehr kaufen. Die Grafik ist eher unterer Durchschnitt, leider nicht so gut wie bei der PSP, auch der Sound kann auf längere Zeit nerven, aber diese Schwachstellen fallen nicht wirklich ins Gewicht, betrachtet man die Brillanz des Kampfsystems und insbesondere die gegnerische KI, welche wirklich keine Wünsche offen lässt.

03.09.2007 12:01:15 von Timo
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